Die Absturzstelle : Bergung der Opfer bringt Helfer an die Grenze

Einige Retter vor Ort
Einige Retter vor Ort

von
26. März 2015, 20:31 Uhr

Der kleine Ort Seyne-les-Alpes ist seit dem Germanwings-Absturz im Ausnahmezustand. Angehörige sind in der Region eingetroffen. Am Nachmittag passieren ein Reisebus und ein

Minibus, eskortiert von Gendarmen auf Motorrädern, die Ortseinfahrt. Im Sportzentrum am Ortsrand ist eine Art Kapelle eingerichtet, ein Raum der Stille und des Trauerns. Die Bergung der Toten verlangt selbst erfahrenen Experten alles ab. An der Unglücksstelle sind die Einsatzkräfte dabei, die Spuren zu sichern und die sterblichen Überreste zu bergen. Sie fotografieren, stecken Fähnchen in den Boden.

Zwischen 50 und 70 Ermittler und Spezialkräfte der Bergrettung waren es gestern Vormittag. „Es ist steil und rutschig“, schildert der Chef der Bergrettungskräfte, Olivier Cousin. Seine Leute nehmen die Ermittler ans Seil, sichern sie bei ihrem Job. Die meisten Luftfahrtexperten, die Spuren für die Ermittlung der Unfallursache sichern und den zweiten Flugschreiber suchen, haben keine Bergerfahrung. Ebenso wenig die Rechtsmediziner und Fachleute, die Leichenteile orten und für die Bergung bereitmachen. Für sie ist die Arbeit physisch und psychisch eine immense Belastungsprobe. Die sterblichen Überreste werden in einem provisorisch eingerichteten Labor untersucht. 36 Rechtsmediziner und DNA-Experten sind damit beschäftigt. Wann alle Toten geborgen sein könnten, ist offen. 10 bis 15 Tage könne das noch dauern, sagt ein Polizeisprecher. Wenn das Wetter mitspielt. Bergretter Cousin will lieber keine Prognose abgeben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen