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Der Schweden-Ergänzer : Bauen, was Ikea nicht hat

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

„Job gekündigt, Midlife Crisis, von der Freundin verlassen“ – wenn Oliver Götze von den Anfängen seiner Selbstständigkeit erzählt, klingt das nicht nach Aufbruchstimmung. An seinem Ikea-Schreibtisch habe er darüber nachgedacht, wie es nun weitergehen soll. Und weil ihm nichts einfallen wollte, machte er sich zuerst einmal auf den Weg in das schwedische Möbelhaus, um einen Monitorständer für seinen Heimarbeitsplatz zu kaufen. „Doch so etwas gab es im Sortiment nicht“, erinnert sich Götze. Die dann folgende Überlegung war simpel: Wenn nur 200 000 Leute so einen Tisch gekauft haben, dann müssten darunter doch etliche sein, die auch eine Erhöhung brauchen, auf die sie ihren Monitor stellen…

Inzwischen gehören neben einfachen oder doppelten Monitorständern Flaschen-Einsätze und Zeitungsfächer für Regale, Hakenleisten, Wickelauflagen für Kommoden und weitere sinnvolle Ergänzungen zu Ikea-Möbelstücken zum Sortiment von Götzes in Potsdam ansässiger Firma „New Swedish Design“. Vertrieben werden sie ausschließlich über das Internet.

Lange, so erinnert sich Oliver Götze, war die größte Herausforderung für das Unternehmen, „Google nicht zum Feind zu machen“. Sprich: Dafür zu sorgen, von der Suchmaschine nicht nur gefunden zu werden, sondern auch möglichst weit oben in den Suchergebnissen angezeigt zu werden. Mit fachlichem Beistand ist das dem „Ikea-Möbel-Pimper“ inzwischen gelungen. Seitdem schreibt die junge Firma auch endlich schwarze Zahlen.

Ikea selbst übrigens habe die kleine Firma auf Facebook mit „Gefällt mir“ bewertet, erzählt Götze nicht ohne Stolz. „Wer etwas von uns kauft, muss vorher ja schon etwas von Ikea gekauft haben“, erklärt sich der Firmengründer das selbst.

http://new-swedish-design.de

 

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erstellt am 03.Apr.2014 | 12:05 Uhr

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