Bauen auf dem Mythos Salz

Auf etwa 6,5 Hektar Fläche soll bis Ende 2010 ein „Thermal-Gesundheits-Resort“  entstehen. Es sieht ein dreigegliedertes 4-Sterne-Hotel, Chalets, Ferienwohnungen, Solebäder, großzügige Medical-Bereiche, Sporthallen, Saunen und ein zusätzliches 25-Meter-Schwimmbecken vor. Zeichnung: privat
Auf etwa 6,5 Hektar Fläche soll bis Ende 2010 ein „Thermal-Gesundheits-Resort“ entstehen. Es sieht ein dreigegliedertes 4-Sterne-Hotel, Chalets, Ferienwohnungen, Solebäder, großzügige Medical-Bereiche, Sporthallen, Saunen und ein zusätzliches 25-Meter-Schwimmbecken vor. Zeichnung: privat

von
06. Februar 2008, 10:38 Uhr

Neustadt-Glewe - Ende 2010 – so die momentane Option – soll in Neustadt-Glewe ein „Thermenresort“ stehen. Ein großes Bad, dessen Schwerpunkt Dank des Solevorkommens auf dem expandierenden Wirtschaftsfaktor Gesundheit liegt. Entstehen soll es am Rande der Lewitzstadt, auf einer Fläche von ca. 6,5 Hektar und mit einem derzeit geschätzten Investitionsvolumen von 40 bis 45 Millionen Euro.


Die Hoffnungen auf das Sole-Bad, das die Region mit einer ausgewogenen Mischung aus Beauty- und Wellnessleistungen in den Fokus des Gesundheitstourismus bringen soll, ist groß. Doch auch wenn Neustadt-Glewe mittlerweile seit gut zehn Jahren darum ringt, oft schon nahe dran schien und die Verwaltung seit mittlerweile drei Jahren mit der Investorengruppe „Tarlatt+Partner“ zusammenarbeitet – noch stehen beide Seiten mit ihrem Projekt ganz am Anfang.

Exklusive Freizeitangebote
Der Grundstein, der dem Investor, der Projektgesellschaft „Fürst-Pückler Resort Lagune Neustadt-Glewe“ GmbH i.G., noch im ersten Halbjahr 2008 gesichertes Baurecht bringen soll, ist gelegt: Stadt und Investor haben vor knapp zwei Wochen den Optionsvertrag zum Flächenkauf unterzeichnet. Bis einschließlich 31. Dezember 2009 ist der für die Stadt bindend, was heißt, in diesem Zeitraum kann die Investorengruppe projektgebunden über das Grundstück verfügen. Ein Areal im Osten der Stadt, nahe dem Flugplatz gelegen und ca. 6,5 Hektar groß.

Eingebettet in die Landschaft soll ein dreigegliedertes 4-Sterne-Hotel entstehen, Chalets, Ferienwohnungen, Solebäder, großzügige Medical-Bereiche, Sporthallen, Saunen und ein zusätzliches 25-Meter-Schwimmbecken. Das Ganze, so die Vision des Investors, soll mit den Mitteln und Möglichkeiten des Sportflugplatzes kombiniert werden.

Bis gebaut werden darf, werden definitiv noch etliche Monate ins Land gehen. Doch wenn alles gut läuft, ist auch da ein Ende in Sicht. Denn, einstimmig beschlossen die Stadtvertreter auf ihrer Sitzung am vergangenen Donnerstag die Aufstellung des Bebauungsplanes „Thermenresort und Flugplatz“. Wie Bürgermeister Uwe Menz gestern auf Anfrage informierte, arbeite an der Planung bereits ein beauftragtes Leipziger Planungsbüro. In Absprache mit den Projektplaner der Investorengruppe, die zwischenzeitlich damit begonnen haben, den im Dezember vor der Stadtvertretersitzung erstmals öffentlich vorgestellten Projektentwurf in ein konkretes Projekt umzusetzen.

„Warum sollen wir zögern“, so Günter Tarlatt, Geschäftsführer der Fürst-Pückler Resort Projektgesellschaft mbH, gestern am Telefon. „Wir haben jetzt die notwendige Projektsicherheit, hoffen, dass wir noch im ersten Halbjahr 2008 auch gesichertes Baurecht bekommen und wollen möglichst im kommenden Monat beim Landesförderinstitut in Schwerin unseren Förderantrag einreichen.“

In der Anlage Optionsvertrag, Finanzierung und Projekt
Im Gespräch gegenüber SVZ zeigte sich Günter Tarlatt sehr zuversichtlich hinsichtlich des positiven Bescheides: „Mecklenburg-Vorpommern möchte Gesundheitsland Nr. 1 werden. Unser Projekt, das Sole-Thermal, Sportangebote und Gesundheit verzahnen wird, bietet dafür beste Voraussetzungen. Gesundheit, Fitness, Wellness und Beauty sind die Konsumtrends des 21. Jahrhunderts.“

Überdies sei Neustadt-Glewe neben Warnemünde und Zirchow aus der Studie des Schweriner Wirtschaftsministerium als geeigneter Standort für ein Gesundheitbad ausgewählt worden. Wegen der Einzugsbereiche, wegen der Anbindung und nicht zuletzt wegen der bereits vorhandenen Erdwärmenutzung.

Daten und Fakten zum Projekt:Standort: östlicher Stadtrand, nahe Flugplatz
geschätztes Investitionsvolumen: 40 bis 45 Mio Euro
Grundstücksgröße (gesamt):    6,5 ha
Belegungseinheiten:        141 Zimmer, 35 Appartements, 35
Lodges
Kerneinzugsbereiche:        30, 50 und 100 Kilometer
Erreichbares Tagespotenzial:   1761 Besucher
notwendiges Tagespotenzial:   600 bis 700 Besucher
Arbeitsplätze (Bad intern):   150 +10 Ausbildungspl.
Ausrichtung: Verknüpfung von seriösen medizinischen Wellness-Leistungen mit
Wellnessangeboten im touristischen Rahmen

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen