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Barrierefrei wohnen - Fördergelder für den altersgerechten Umbau

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erstellt am 03.Apr.2012 | 11:37 Uhr

Mainz | Im Alter wird vieles schwerer. Sei es ein paar Treppenstufen gehen, aus dem Sessel aufstehen oder ein Vollbad nehmen. Kommt der Umzug in ein Seniorenheim nicht infrage, weil das Herz an der gewohnten Umgebung hängt, gibt es nur zwei Lösungen: Mit den Einschränkungen leben oder altersgerecht umbauen. Doch das kann ins Geld gehen.

"Eine altersgerechte Wohnung ist barrierearm", erklärt Heidemarie Galle von der rheinland-pfälzischen Beratungsstelle Barrierefrei Bauen in Mainz. "Das bedeutet unter anderem, dass die Türen mindestens 80 Zentimeter breit sind und alle Schwellen und Stolperstellen beseitigt sind." Dazu kämen Bewegungsräume zum Rangieren mit dem Rollstuhl, ein Badezimmer mit Extras wie Haltegriffen und möglicherweise ein Treppenlift. Bei einer Komplettsanierung nach altersgerechten Kriterien könne der Preis bis in den oberen fünfstelligen Bereich gehen.

Doch es gibt Förderprogramme. Eines davon war das vom Bund initiierte Programm "Altersgerecht umbauen", in dessen Rahmen die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Darlehen in Höhe von bis zu 50 000 Euro vergab. Nachdem es knapp drei Jahre existierte, stellte die Bundesregierung im Haushalt 2012 aber keine Mittel mehr zur Verfügung. Die KfW führt das Programm jedoch seit Anfang Januar in Eigenregie fort. Die Zinsen für die Darlehen sind leicht gestiegen. Sie liegen nun je nach Laufzeit, Zinsbindungsfrist und Zahl der tilgungsfreien Jahre zwischen 1,91 Prozent und 2,47 Prozent.

Neben dem KfW-Programm gibt es noch weitere Möglichkeiten, Unterstützung zu erhalten. "Da sind etwa Programme von den Kommunen und den Ländern, durch die Baumaßnahmen gefördert werden", weiß Nowack. Alternativ gibt es noch von anderer Stelle Hilfe. "Wer pflegebedürftig ist, kann beispielsweise für den bedarfsgerechten Umbau Geld von seiner Pflegekasse erhalten", führt Jappe an. Zudem gibt es Wohnungsbaugenossenschaften, die ihren Mietern Zuschüsse für den Umbau anbieten. Auch Reha- und Sozialversicherungsträger geben manchmal Geld dazu.

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