Bald Schiffe auf der Warnow

Die Stadt Schwaan kommt ihrem Ziel – die Warnow-Schifffahrt wieder zu beleben – erneut ein Stück näher. Das zuständige Umweltamt stellt eine Genehmigung bis zum Sommer in Aussicht. Betreiber könnte die Küstenbus GmbH sein, eine hundertprozentige Tochter des Landkreises.

von
28. Februar 2008, 07:47 Uhr

Schwaan/Bützow - „Wir prüfen das noch“, sagt Küstenbus-Chefin Angelika Münchow. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Zur Erinnerung: Die Städte Bützow und Schwaan planen eine Schifffahrtslinie zwischen beiden Orten und suchen dafür einen Betreiber. „Schwaan hat uns angesprochen. Warum nicht? Schifffahrt ist auch Verkehr“, sagt Angelika Münchow. Sie prüfe jetzt, ob und wie eine Schifffahrtslinie wirtschaftlich betrieben werden kann. Angelika Münchow kennt nicht nur das Geschäft mit der Personenbeförderung auf der Straße. Sie ist auch Geschäftsführerin der Bäderbahn „Molli“ GmbH und Mitglied im Verkehrsverbund Warnow, zu dem auch die „Weiße Flotte“ Warnemünde gehört.

Auf der Warnow zwischen Schwaan und Bützow soll jedoch ein ganz anderes Schiff zum Einsatz kommen. Von einem leichten Katamaran mit umweltfreundlichem Motor ist die Rede. „Ein solches Schiff müsste man wohl bauen lassen, sowas gibt es nicht aus zweiter Hand“, sagt die Küstenbus-Chefin.

Schwaans Bürgermeister setzt auf die Küstenbus GmbH als Betreiber. „Das ist ein Unternehmen, das auch mal leichte Verluste ausbügeln kann“, sagt Peter Faix.
Das Staatliche Amt für Umwelt und Natur (StAUN), das letztlich die Schifffahrtslinie genehmigt, erarbeitete in diesen Tagen und Wochenen einen Vertrag. „Der Entwurf ist fertig“, sagte Amtsleiter Hans-Joachim Meier gestern. Das StAUN sowie Bützow und Schwaan vereinbaren darin den Betrieb einer Schifffahrtslinie. „Da ist festgelegt, wie das Boot betrieben werden muss“, sagt Peter Faix. Letztlich also die Genehmigung.

StAUN-Chef Meier sagte gestern gegenüber SVZ: „Ich gehe davon aus, dass das Schiff fahren kann.“ Von den Umweltbehörden der Landkreise Bad Doberan und Güstrow habe er bereits mündliche Zusagen, kommende Woche setze man sich an einen Tisch. Im Wirtschaftsministerium gebe es parallel dazu Bemühungen, an ein geeignetes Schiff zu gelangen. „Da tut sich was. Es könnte im Sommer losgehen“, sagt Hans-Joachim Meier.

Überhaupt erst möglich gemacht hatte dies ein neuerliches Gutachten, das die Städte Schwaan und Bützow gemeinsam in Auftrag gaben und finanzierten (SVZ berichtete). Ob jetzt weitere Kosten auf Schwaan zukommen, wollten die Stadtvertreter auf ihrer Sitzung am Mittwochabend erfahren. „Nein“, lautete die Antwort von Bürgermeister Peter Faix. Die Stadt habe ihren Part erledigt, Bützow müsse noch wie besprochen eine Anlegestelle schaffen. Das werde mit Sicherheit zunächst ein Provisorium sein, sagte gestern Bützows Bürgermeister Lothar Stroppe. Bützow habe aber bereits Fördermittel für eine Anlegestelle im Bereich des ehemaligen Hafens beantragt. „Der Druck, dort etwas zu machen, wächst natürlich“, sagt Stroppe.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen