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Splitter : Bahnübergang soll perspektivisch durch Straßenbrücke ersetzt werden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

von
erstellt am 21.Apr.2016 | 10:04 Uhr

„Die kann man vom Marienplatz aus sehen“, hatte der frühere Baudezernent Dr. Wolfram Friedersdorff flapsig über die geplante Brücke für die B 104 über die Bahntrasse bei Medewege gesagt. Ob das Bauwerk tatsächlich so dominant wird, das müssen die umfangreichen Planungen erst zeigen, die jetzt laufen. Fakt ist jedoch: Nachdem das Straßenbauamt die eigentlich von der Deutschen Bahn favorisierte Unterführung nicht unterstützt hatte, gehen jetzt alle Vorbereitungen in Richtung Brücke. Und: Sie wird sehr hoch und damit sehr lang werden, weil nicht nur die Züge, sondern auch die Fahrleitungen für die Elektroloks darunter hindurch passen müssen. Zudem muss es einen Sicherheitsabstand zwischen der Brücke und den Strom führenden Leitungen geben.

Das Bauwerk ist erforderlich, weil die Bahn die Strecke mit hoher Geschwindigkeit bis zu 160 Kilometer pro Stunde befährt und deshalb niveaugleiche Kreuzungen von Straße und Schiene vermeiden will. Zudem gibt es entsprechende Vorschriften: „Im Rahmen einer gesetzlichen Verpflichtung sind Deutsche Bahn AG, Bund und Straßenbaulastträger partnerschaftlich verpflichtet, die Blinklicht-Bahnübergangstechnik an den bundesweiten Standard anzupassen und perspektivisch durch neue Anlagen zu ersetzen.“

 

Medeweger Straße: Sanierung noch unklar

Die Medeweger Straße zwischen Lankow und Groß Medewege gleicht einer gefährlichen Holperpiste. Einen Fuß- oder Radweg gibt es nicht. Vor allem die Bewohner von Klein Medewege, die diese Straße nutzen müssen, fühlen sich abgehängt und vergessen. „Da gibt es die schönsten Fahrradwege im Umkreis, aber die 500 Meter von Klein Medewege bis zum Ziegelhof fachgerecht zu asphaltieren ist in der Stadt nicht möglich“, klagt zum Beispiel Joachim Jägel. Er lebt seit mehr als 20 Jahren in Klein Medewege. Eigentlich habe er es schon satt, das Thema anzusprechen, schließlich habe er es diverse Male an Stadtverwaltung und andere Stellen herangetragen. Ergebnislos. Aber die Situation spitze sich zu, sagt Jägel: „Bei widrigen Wetterverhältnissen laufen die Bürger auf der kaputten Straße. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein Unfall passiert.“

In der Stadtverwaltung indes sind die Bitten der Anwohner nicht ungehört geblieben. „Das Projekt Radweg Lankow – Klein Medewege – Groß Medewege wird von der Verwaltung gemäß dem Radverkehrskonzept 2020 als bedeutsam bewertet“, sagt Dr. Rolf-Bernd Smerdka, Leiter des Fachdienstes Verkehrsmanagement, auf SVZ-Anfrage. Im nächsten Jahr müssten die Gelder für die Realisierung bereitgestellt werden – immerhin rund eine halbe Million Euro. Diese Summe indes sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgesichert, da hierüber erst bei der Haushaltsdebatte 2017 die Stadtvertretung beraten und entscheiden könne.

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