Bahnhofstraße in Bützow ab heute dicht

Heute wird der rote Streifen abgenommen. Foto: Claudia Röhr
Heute wird der rote Streifen abgenommen. Foto: Claudia Röhr

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04. Februar 2008, 09:11 Uhr

Bützow - Ab heute soll die Bützower Bahnhofstraße voll gesperrt sein, Autofahrer müssen die Baustelle weiträumig umfahren. Bis zu 60 Kilometer lang sind die offiziellen Umleitungsstrecken, zum einen über Schwaan und Lüssow, in der anderen Richtung über Sternberg, Warin und Steinhagen. „Wir leiten über Bundes- und Landesstraßen um“, sagt Alfred Kohlenberger, Chef des Straßenbauamtes in Güstrow, das für die Sanierung der Bützower Bahnhofstraße zuständig ist.

Die etwa 800 Meter lange Strecke zwischen Mühlen- und Wehrbrücke dürfen ab heute nur noch Anlieger, Rettungsfahrzeuge und Busse passieren. Der Verkehr wird mittels Ampel einspurig an der Baustelle vorbeigeleitet. Eine Folge sind lange Wartezeiten. Von über zehn Minuten ist die Rede. „Für die Rettungskräfte haben wir eine gute Lösung gefunden“, sagt Alfred Kohlenberger. Zuletzt fürchteten unter anderem Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, wertvolle Zeit im Stau zu verlieren (SVZ berichtete). Bei einem Einsatz von Rettungskräften kann nun die Güstrower Leitstelle per Funk beide Ampeln auf Rot schalten, „sodass nach kurzer Zeit die gesamte Strecke frei ist“, sagt Alfred Kohlenberger.

Welche Auswirkungen die Vollsperrung auf den Verkehr in der Warnowstadt hat, darauf ist auch Bützows Polizeichef Norbert Niessen gespannt. „Wir müssen sehen, wie die Kraftfahrer die Umleitung annehmen“, so Niessen. Der Begriff Anlieger sei eine Auslegungssache und vom Gesetzgeber nicht eindeutig definiert. „Wir können die Anliegen nicht prüfen“, sagt Niessen. Lkw kämen aber gar nicht mehr durch. Eigens dafür aufgestellte Poller können nur Befugte per Fernbedienung absenken.

Am Freitag, so heißt es aus dem Straßenbauamt weiter, beginnt der Abriss der Wehr-Brücke. Dort wird der Anliegerverkehr über eine Behelfsbrücke umgeleitet. „Im Anschluss reißen wir auch die Mühlenbrücke ab“, sagt Kohlenberger. Auch dort können Anlieger die Baustelle umfahren. Bis Ende des Jahres dauern die Arbeiten.

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