zur Navigation springen
Neue Artikel

18. November 2017 | 09:44 Uhr

Splitter : Bahnchef als Streikopfer

vom

svz.de von
erstellt am 05.Mai.2015 | 18:03 Uhr

Grube-Rede geplatzt: Der Lokführerstreik trifft auch Bahnchef Rüdiger Grube. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG wollte an einem Kongress der „Women Speaker Foundation“ am Freitag in Frankfurt teilnehmen. Die  Veranstaltung mit rund 150 Teilnehmern wurde jedoch kurzfristig abgesagt. Wegen des Streiks hätte es für viele Gäste und Referenten Probleme gegeben, den Veranstaltungsort im Frankfurter Bahn-Hochhaus sicher und pünktlich zu erreichen. Grube wollte über die Digitalstrategie der Bahn sprechen.

Zehn Millionen Euro pro Tag kostet Streik der Lokführer die Bahn täglich. Wie Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg gestern erklärte, ergibt sich die Summe aus Einnahmeausfällen im Personen- und Güterverkehr sowie Kosten, etwa für Ersatzfahrpläne und Kundeninformation.

Jugendliche ausgebremst: Der Streik trifft auch gut 3000 Schüler auf ihrem Weg nach Berlin zum Schulwettbewerb Jugend trainiert für Olympia und die Paralympics. Die Beteiligten organisierten viel selbst, Eltern würden ihre Kinder etwa zu den Bahnknotenpunkten fahren, hieß es. Die Bahn, seit 2012 Hauptsponsor des Wettbewerbs, habe zusätzliche Busse gechartert.

Konjunktur-Dämpfer: Der längste Streik in der Geschichte der Bahn wird die deutsche Konjunktur Ökonomen zufolge bremsen. Die Kosten in dem aktuellen Bahnstreik könnten sich auf bis zu 750 Millionen Euro summieren, wie Konjunkturexperte Stefan Kipar von der BayernLB gesternerklärte. Damit dürfe die Wachstumsrate des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im zweiten Quartal um etwa 0,1 Prozentpunkte geringer ausfallen als ohne Streik.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen