Splitter : Auf der höchsten Stelle des Dorfes gebaut

Von weitem kaum zu übersehen: Die Dorfkirche von Granzin
Von weitem kaum zu übersehen: Die Dorfkirche von Granzin

svz.de von
17. März 2016, 13:29 Uhr

Fährt man die Lange Straße in Granzin entlang, ist sie schon von weitem kaum zu übersehen – die Dorfkirche mit dem über 50 Meter hohen Westturm, indem zwei Glocken läuten und den zeitlichen Tagesrhythmus in der Gemeinde angeben. Die beiden Glocken haben bereits in älteren Kirchbauten Granzins schon ihren Dienst getan. Vor der Kirche weist ein Gedenkstein auf die Opfer des Zweiten Weltkrieges hin. Auf dem am Ortsausgang befindlichen Friedhof steht eine moderne Trauerhalle und das Kriegerdenkmal für den Ersten Weltkrieg.

Die heutige Backsteinkirche ist im neogotischen Baustil von 1861 bis 1864 nach Entwürfen des Baurates und LandesbaumeistersTheodor Krüger errichtet worden. Sie wurde am 6. November 1864 auf der höchsten Stelle im Dorf eingeweiht. Im letzten Jahr wurde das 150-jährige Bestehen mit einem großen Gemeindefest gefeiert.

Zum Advent 2015 wurde ein neuer Strahler angeschafft, der die Kirche in der Dunkelheit während der Advents- und Weihnachtszeit ins rechte Licht rückt, wie Bürgermeisterin Ariane Köhler sagt. Für 2016 sei die Anschaffung eines weiteren Strahlers vorgesehen.

Das bestätigt auch Pastor Riccardo Freiheit auf SVZ-Nachfrage. Der erste Strahler wurde aus den gesammelten Spenden bei einem Konzert finanziert, das anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Kirche im letzten Jahr stattgefunden hat. „Das ganze Dorf war da“, erinnert sich Pastor Riccardo Freiheit noch an den Tag und ergänzt: „Mit einem zweiten Strahler kann die Kirche dann von zwei Seiten angestrahlt werden.“ Der zweite Strahler soll ebenfalls aus Spenden der Gemeinde finanziert werden.

150 Jahre hinterlassen aber ihre Spuren an der Fassade und im Innenraum. Vielen Kirchgemeinden in der Region fehlt aber das nötige Geld, um Renovierungen und Sanierungen durchzuführen. Somit ist die Granziner Dorfkirche kein Einzelfall.

Pastor Freiheit freute sich zuletzt über eine großzügige Spende in Höhe von 5000 Euro einer mittlerweile schon verstorbenen Bürgerin. „Das Geld haben wir für eine Neugestaltung und Farbauffrischung des Altarraumes gut einsetzen können“, sagt er. Auch Einzelspenden würden gerne als Unterstützung angenommen.

Nachwuchs ist ein großes Thema

Im Mai letzten Jahres feierte die freiwillige Feuerwehr Granzin-Greven ihren 90. Geburtstag zusammen mit dem 780-jährigen Bestehen der Gemeinde. „Die Mitglieder und Kameraden prägen unser Gemeinschaftsleben“, sagt Bürgermeisterin Ariane Köhler. So unterstützt die Feuerwehr Aktionen wie das Oster-, Herbstfeuer und den Frühjahrsputz. 24 Kameraden sind zurzeit aktiv. Doch Nachwuchs ist ein großes Thema. So wurde im letzten Jahr ein Jugendwart zur Gründung einer Jugendfeuerwehr gesucht. „Es hat sich niemand dafür bereit erklärt“, bedauert Wehrführer Berno Schemmert. Im vierten Jahr leitet er die beiden Löschgruppen. „Unsere Jugendlichen sind in der Jugendfeuerwehr Werder“, sagt Schemmert. Mit diesem Austausch ist für den Nachwuchs gesorgt.

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