zur Navigation springen
Neue Artikel

15. Dezember 2017 | 07:39 Uhr

Atomkraftgegner planen Ostermarsch nach Lubmin

vom

svz.de von
erstellt am 21.Apr.2011 | 11:58 Uhr

Atomkraftgegner planen zu Ostern einen Anti-Atom-Treck in der Tradition der Ostermärsche quer durch Mecklenburg-Vorpommern. Sie wollen damit an den 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe im Atomkraftwerk Tschernobyl erinnern und gleichzeitig gegen die weitere Nutzung der Atomenergie und den Ausbau des atomaren Zwischenlagers Nord bei Lubmin protestieren. Das teilten die Veranstalter - die Umweltorganisation BUND, das Atombündnis Nord-Ost und die Naturfreunde Deutschland - am Montag in Schwerin mit.

Der Treck beginnt Karfreitag vor dem Landtag in Schwerin und endet Ostermontag in Lubmin. Zur zentralen Demonstration vor dem atomaren Zwischenlager Nord werden 2000 Teilnehmer erwartet.

Streit gibt es um den Ort der Kundgebung. "Die Energiewerke Nord als bundeseigenes Unternehmen verbieten die Nutzung ihres Parkplatzes", sagte Uwe Hiksch von den Naturfreunden als Anmelder der Demonstration. Daher werde eine Landstraße genutzt werden müssen, die dann für mehrere Stunden gesperrt sei. "Dabei wollen wir keine Demo gegen die Menschen machen", sagte Hiksch. Mit der Polizei seien die Veranstalter im Gespräch.

Vor der Kurverwaltung in Lubmin ist eine weitere Kundgebung geplant, um die Gemeinde zu überzeugen, "dass ein Atomklo neben einem Seebad nicht funktioniert", wie Hiksch sagte. Die Atomkraftgegner befürchten, dass aus Lubmin ein Endlager wird, wenn die Atomkraftwerke weiter betrieben werden dürfen. "Wo schon eine atomrechtliche Genehmigung vorliegt, ist es einfacher, ein Lager zu vergrößern, als ein neues durchzusetzen", begründete Hiksch die Befürchtungen.

Die Teilnehmer des Trecks werden nach den Angaben von Felix Leipold vom Atombündnis Nord-Ost mit Fahrrädern, Traktoren und Autos von Schwerin über Sternberg, Güstrow, Demmin und Greifswald nach Lubmin fahren. An den Zwischenstationen seien ebenfalls Kundgebungen geplant, an den Abenden kulturelle und politische Veranstaltungen.

Dabei solle es auch um Themen wie Neonazis, Zuwanderung und Friedensbewegung gehen. Zudem wolle man die Einwohner auffordern, auf Ökostrom umzusteigen. "Wer keinen Ökostrom nutzt, nutzt Atomenergie", sagte Leipold. Für den Treck rechnen die Veranstalter mit etwa 200 Teilnehmern. Interessierte könnten auch etappenweise mitfahren.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen