Arbeitslosigkeit in MV gegen Bundestrend leicht gestiegen, in Brandenburg gesunken

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31. August 2010, 11:53 Uhr

Wie die Arbeitsagentur Nord am Vormittag in Kiel mitteilte, waren am Monatsende in Mecklenburg-Vorpommern 100 128 Menschen auf Jobsuche, 1200 mehr als im Juli.

Als Hauptgrund für diesen Zuwachs nannte der Chef der Regionaldirektion, Jürgen Goecke, das Ende der Auffanggesellschaft für rund 1400 ehemalige Mitarbeiter der Wadan-Werften in Wismar und Rostock- Warnemünde. Deren Hoffnung auf Übernahme in das Nachfolgeunternehmen Nordic hatte sich im zurückliegenden Jahr nicht erfüllt.

Die Arbeitslosenquote im Nordosten stieg von Juli zum August leicht von 11,5 auf 11,6 Prozent. Gegenüber August 2009 waren 11 450 Menschen weniger ohne Arbeit. „Im Land insgesamt ist der positive Trend weiter in Takt. Ende Oktober werden wir sicher weniger als 95 000 Arbeitslose haben“, zeigte sich Goecke zuversichtlich. Der Tourismus erweise sich weiterhin als starker Motor und die Firmen würden nach Ende der Betriebsferien wieder verstärkt einstellen.

Davon profitierten vor allem junge Leute. „Die Wirtschaft läuft alles in allem gut. Seit Jahresbeginn wurden uns 27 300 offene Stellen gemeldet, 16,3 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Das zeigt, nach der Krise geht es aufwärts“, sagte Goecke. Er verwies aber gleichzeitig auf die unverändert hohe Anzahl ältere Arbeitnehmer, die in Rente gehen.

Die Arbeitslosenzahl in Brandenburg ist im August zurückgegangen. Erwerbslos gemeldet waren 142 451 Menschen, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Das waren 808 weniger als im Juli und 19 551 weniger als im August vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote im Land sank im Vergleich zum Vormonat leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 10,6 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Quote 12,1 Prozent gelegen. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen lag nun bei 9110. Das waren 1978 mehr als vor einem Jahr.

Im Ländervergleich liegt Mecklenburg-Vorpommern weiterhin vor Berlin (13,7 Prozent), Bremen (12,1) und Sachsen-Anhalt (12,0). Im Nordosten trägt der Landkreis Demmin (15,6) die Rote Laterne. Die Urlauberinsel Rügen verzeichnet mit 7,6 Prozent die geringste Quote im Land und liegt damit genau auf dem bundesweiten Niveau.

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