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Geld :  Anleihen und Genussscheine bergen Risiken

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bei Insolvenz des Herausgebers solcher Papiere kann das Geld komplett verloren gehen

Windreich, SAG Solarstrom oder jetzt der Windkraft-Spezialist Prokon – immer wieder geraten Firmen in Schwierigkeiten. Für Kleinanleger, die ihr Geld in Anleihen oder Genussrechte solcher Firmen investiert haben, sind das schlechte Nachrichten. „Sie müssen damit rechnen, im Falle einer Insolvenz ihr Kapital zu verlieren“, erklärt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart. „Viele Anleger sind sich dieses Risikos aber oft nicht bewusst.“ Attraktiv wirken Genussrechte oder Anleihen vor allem wegen der in Aussicht gestellten Rendite: 5 Prozent Zinsen oder sogar mehr bieten Unternehmen Anlegern. Angesichts der derzeit niedrigen Sparzinsen erscheint ein solches Angebot verlockend.

Das Problem: Mit Genussrechten gehen Kunden immer auch ein Stück unternehmerisches Risiko ein. Das heißt: Sie nehmen nicht nur am Gewinn teil, sondern in der Regel auch am Verlust. „Sie müssen dabei auch immer mit dem Totalverlustrisiko leben“, erklärt Nauhauser. Anders als bei Aktien haben Anleger bei Genussscheinen oder Anleihen zudem kein Mitspracherecht. Erkennen können Anleger das aber häufig nicht. „Prospekte und Werbematerialien geben meistens wenig Aufschluss“, sagt der Finanzexperte. Das hat auch eine Untersuchung der Stiftung Warentest im vergangenen Jahr ergeben: In den Vermögensanlagen-Informationsblätter (VIB) sind entsprechend konkrete Hinweise oft versteckt oder zu allgemein formuliert.

Ein weiteres Problem: „Die Zinsversprechen hängen von der künftigen Entwicklung des Unternehmens ab“, erläutert Nauhauser. „Und um die einschätzen zu können, müssten Sie Bilanzen lesen können.“ Selbst Experten könnten nicht immer zweifelsfrei einschätzen, wie die Aussichten seien.Kleinanleger sollten daher Genussscheine oder Anleihen lieber meiden.

„Besser ist es, das Geld breit zu streuen“, erklärt Niels Nauhauser. Am besten gelinge dies über Fonds, die das Kapital der Anleger in viele verschiedene Produkte investieren, so der Experte.

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erstellt am 13.Jan.2014 | 17:14 Uhr

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