Am Düsterweg heißt es jetzt: Stop!

Wie gefährlich ist die Kreuzung Düsterweg/Parkstraße/Horning? Barbara Haak
Wie gefährlich ist die Kreuzung Düsterweg/Parkstraße/Horning? Barbara Haak

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01. November 2012, 10:05 Uhr

Stop heißt es seit Ende letzter Woche dort, wo der Düsterweg in die Parkstraße bzw. den Bentwischer Weg mündet. Die Kreisunfallkommission hatte nach ihrer jüngsten Beratung festgelegt, das Vorfahrtsschild an dieser Kreuzung gegen ein Stoppschild auszutauschen. Außerdem ist der Spiegel, der vom Horning aus den vorfahrtsberechtigten Verkehr in der Parkstraße besser erkennen lässt, etwas nach vorn versetzt worden. "Damit ist die Situation hier entschärft worden", gibt Uwe Krager, stellvertretender Ordnungsamtsleiter auch die Überzeugung der Kommission bei einem Treffen mit der CDU-Stadtfraktion wider. Die christdemokratischen Abgeordneten hatten um den Vor-Ort-Termin an besagter Kreuzung, "die wirklich nicht ohne ist", wie Hans-Joachim Lüttschwager es formulierte, gebeten. Hintergrund der Aussprache ist ein gemeinsamer Antrag der CDU mit der FDP und UBG vom September vergangenen Jahres, das aus Sicht dieser Fraktionen "nicht mehr zeitgemäße Verkehrskonzept" entsprechend der demografischen Entwicklung und den veränderten Verkehrsströmen in der Stadt anzupassen. Ihren Wunsch haben die betreffenden Stadtverordneten eindeutig formuliert. Sie möchten, dass in den Kreuzungsbereichen Parkstraße/Bentwischer Weg mit dem Horning bzw. Düsterweg sowie im Bereich Parkstraße/Lenzener Straße Ampelanlagen aufgestellt werden. Sie haben um eine Prüfung der Möglichkeiten gebeten.

"Wir haben so gut wie keine Chance, an den Kreuzungen Lichtsignalanlagen genehmigt zu bekommen", musste Karer den Abgeordneten beim Treff in der Parkstraße sagen. Die vom Amt beauftragten Verkehrszählungen hätten es an dem Tag gebracht: An beiden Kreuzungen sind mit 4848 Autos und 670 Radlern (Horning/Parkstraße) sowie 3606 und 133 Pedalrittern viel zu wenige Fahrzeuge innerhalb von 24 Stunden unterwegs. Auch die Anzahl der Unfälle rechtfertigt, so makaber es klingen mag, nicht die Installation von Ampeln. In den letzten drei Jahren, so weist es die Statistik aus, hat es an der Kreuzung Parkstraße/Horning jeweils drei Unfälle gegeben, vier waren es bisher in diesem Jahr. "Wenn schon keine Dauerampel, dann sollte man zumindest über eine Bedarfsampel für Fußgänger nachdenken", regte Bernd Gerhardt (FDP), der als Gast zum Vor-Ort-Treff gekommen war, an. Der Grund liege auf der Hand: Vom Horning über die Parkstraße führt der Weg zum Friedhof. Karger versprach: "Wir werden die Möglichkeit prüfen lassen." Ansonsten folgten die Abgeordneten der Unfallkommission: Mit dem Stopschild und dem versetzten Spiegel ist der Kreuzungsschwerpunkt entschärft worden. Wünsche nach einer Ampel dort wie auch an der Lenzener Straße/Parkstraße spielten nicht mehr die Rolle, dafür möglicherweise aber, dass allein eine Ampelanlage die Stadt etwa 65 000 Euro - Nebenkosten noch nicht gerechnet - kosten würde.

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