Splitter : Alte Fahrzeuge werden liebevoll restauriert

Tilo Adjinski auf seinem blitzblanken Moped SR 2, Baujahr 1958. Auch den Simson S 51, 1988 vom Jugendweihegeld gekauft, hat er liebevoll restauriert.
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Tilo Adjinski auf seinem blitzblanken Moped SR 2, Baujahr 1958. Auch den Simson S 51, 1988 vom Jugendweihegeld gekauft, hat er liebevoll restauriert.

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17. November 2015, 13:27 Uhr

In der Gemeinde gibt es gleich mehrere Freunde von Oldtimerfahrzeugen. Beim Grillfest Mitte Juli auf der Dorfwiese in Kukuk waren einige davon zu bewundern. Arthur Bittermann hat einen F 8 Kombi, Baujahr 1950, liebevoll wieder aufgebaut. Der war vor 18 Jahren, als er ihn holte, nur noch Schrott. Die Schnauze fehlte komplett, die Karosserie aus Holz war hin, so dass das Dach herunter fiel. Schritt für Schritt hat er sich passendes Holz und andere Teile gesucht. „Mit viel Arbeit und wenig Geld“, so die

Devise des Mannes aus Kukuk, wurde ein Schmuckstück daraus. An die Hintertür kam ein rustikales Vorhängeschloss; zur Sicherheit wie einst, denn der Wagen gehörte mal der Post in Gera. Für einen Wartburg 311 Coupé, Baujahr 1961, brauchte Bittermann fünfeinhalb Jahre zur Aufarbeitung. Die beiden Söhne sind auch längst infiziert. Erik hat einen Wartburg 353 Tourist von 1984 auf Vordermann gebracht und Marvin arbeitet an einem 311er Camping, den er dann mit 18 fahren möchte. Ein tolles Hobby, findet auch Tilo Adjinski, der es mehr mit Zweirädern hält.

Wehrführer René Pfalzgraf setzt den Helm für die Höhenretter schon mal Paul Rogmann von der Jugendfeuerwehr auf.
Wehrführer René Pfalzgraf setzt den Helm für die Höhenretter schon mal Paul Rogmann von der Jugendfeuerwehr auf.
 

Feuerwehrleute als Höhenretter ausgebildet

In Sichtweite von Hohen Pritz, nahe der Landesstraße zwischen Dabel und Mestlin, stehen 14 Windräder. Sie messen mit Rotorblatt 123,5 Meter und sind damit beinahe so hoch wie der Schweriner Fernsehturm (136 Meter). Auf Anregung der Servicetechniker hat die Windpark Hohen Pritz GbR Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr für eine Ausbildung als Höhenretter gewonnen. Mit Wehrführer René Pfalzgraf, Timo Moor und Robert Sdunek erwarben drei von ihnen nach strenger Tauglichkeitsuntersuchung und zweitägigem Lehrgang in Husum die entsprechenden Zertifikate. Es gibt bundesweit nur wenige freiwillige Feuerwehren, die darauf verweisen können, Die Ausbildung muss einmal jährlich aufgefrischt und ebenso die Ausrüstung überprüft werden.

Die drei Männer der FFw Hohen Pritz sind damit in der Lage, den Servicetechnikern etwa bei einem Stromschlag oder Hängetrauma in der ca. 85 Meter hohen Nabe des Windrades zu helfen, auch bei Gefahrensituationen in anderen Windparks, Kirchtürmen, Hochhäusern und ähnlichem. Überall dort, wo Menschen aus großer Höhe gerettet werden müssen. Allein darum geht es, betonte

Rudolf Bonde, Investor und Serviceleiter der Windpark GbR bei der Übergabe der Zertifiate. Wenn ein Windrad in Brand gerate wie Anfang Februar 2014 in Hohen Pritz bleibe der Feuerwehr nur die Aufgabe, das Gelände weiträumig abzusperren und dafür zu sorgen, dass niemand in die Nähe kommt.

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