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19. November 2017 | 22:51 Uhr

Kolumne : Alles nur Kopfkino?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Michael H. Max Ragwitz präsentiert Geschmackvolles.

Wenn ich als Kind zum Fleischer ging, schenkte mir die dralle Fleischersfrau stets ein Scheibe Blutwurst mit dicken, weißen Fettgrieben. Was habe ich mich innerlich gesträubt, wenn ich daran zumindest symbolisch beißen musste. Hat lange gedauert, bis ich mich in späteren Jahren wieder an Dinge wie Rot- und Grützwurst herangewagt habe. Ähnlich ging es mir mit Linsen, Sülze und Innereien. Aber mit den Jahren wird man(n) bekanntlich reifer und experimentierfreudiger. Heute gehören solche deftigen Dinge, vorausgesetzt, sie sind gut zubereitet, zu den Rennern meines persönlichen Geschmacks. Dazu gehört auch das sogenannte Hottehü-Fleisch, wie Pferdefleisch auch humorig genannt. Ich erzähle Ihnen also diesmal was vom Pferd, dessen Fleisch einen exzellent herzhaften Geschmack hat. Meine Familie hat mir inzwischen sogar verziehen, dass ich ihr einmal voluminöse Pferde-Rouladen untergejubelt habe. Hat allen wunderbar geschmeckt, die Soße war exzellent, die Klöße gut gelungen. Erst die Frage, ob jemand auf einen Hufnagel gebissen hat, löste einen Aufschrei des Entsetzens aus. Was beweist: Alles nur Kopfkino. In diesem Sinne möge Sie der Beitrag etwas provozieren. Schreiben Sie, was Sie zum Thema zu sagen haben.

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