Abschiedsvorstellung für Baseball

von
24. Juli 2008, 02:27 Uhr

Mit Wut, Wehmut und dem Willen, Gold zu holen,
fahren die US-Baseballer nach Peking. Für sie ist es eine Abschiedsvorstellung, denn die Sportart wurde vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC)
aus dem Programm für die Sommerspiele 2012 in London gestrichen. Den
Deutschen kann es egal sein: Sie sind ohnehin nicht dabei.
Bei den Baseballern ist dieser Entschluss nachvollziehbar. Denn
die Major League Baseball (MLB) hat sich im Gegensatz zur Basketball-
Liga NBA oder der Eishockey-Liga NHL stets dagegen gewehrt, ihre
Topp-Spieler für Olympia abzustellen. Zudem hat die MLB das Thema
Doping jahrelang relativ leger gehandhabt und sich nie den
internationalen Standards für Tests auf illegale Substanzen
unterworfen. Folglich verschwinden die Pitcher, Catcher und Hitter
nach nur fünf Olympischen Spielen wieder aus dem Programm.
„Wir können und wollen in Peking viel Werbung für unseren Sport
machen“, betont Greg Watson, Generalmanager des US-Baseball-Verbandes
trotzig. Denn 2009 entscheidet das IOC bei der Vergabe für die Smmerspiele 2016, welche Sportarten dann zum Programm gehören.

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