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25. November 2017 | 00:49 Uhr

Ab Oktober gibts Dämmstoff in Rosa

vom

svz.de von
erstellt am 18.Jun.2013 | 10:24 Uhr

Am 5. Oktober um 23.59 Uhr soll der erste rosafarbene Dämmstoff das neue Wittenberger Werk der österreichischen Firma Austrotherm verlassen. Austrotherm-Geschäftsführer Gerald Prinzhorn signalisierte mit dieser etwas scherzhaften Bemerkung gestern durchaus sehr Ernsthaftes: Die Investition in Wittenberge geht äußerst zügig voran. Auch wenn - ebenfalls scherzhaft - Helmuth Astl als Leiter Konstruktion meinte, es könnte ab der gestrigen Feier auch der 6. Oktober werden.

Nur fünf Monate nach Investstart ist der Rohbau des neuen Produktionswerkes im Industrie- und Gewerbegebiet an der B 189 fertiggestellt. Gestern fand das Richtfest mit regionaler Prominenz wie der SPD-Bundestagsabgeordneten Dagmar Ziegler, dem stellvertretenden Landrat Torsten Uhe, dem Wittenberger Bürgermeister Dr. Oliver Hermann und natürlich den am Bau beteiligten Unternehmen statt.

In einer Gesamtbauzeit von zehn Monaten entsteht auf rund 114 000 Quadratmetern ein gänzlich neuer XPS-Produktionsstandort. Die Unger Steel Group ist als Generalunternehmer für die gesamte Planung und Ausführung des Projektes bis hin zur schlüsselfertigen Übergabe verantwortlich. Dessen Geschäftsführer Josef Unger bestätigte auf "Prignitzer"-Nachfrage: "Wir liegen gut in der Zeit."

Mit einem Gesamtvolumen von bis zu 40 Millionen Euro realisiert die Austrotherm GmbH das Dämmstoffwerk hier in der Stadt. Wie Geschäftsführer Prinzhorn gestern sagte, werden in den nächsten vier bis fünf Jahren 70 Mitarbeiter dort Beschäftigung finden. Von der Unger Gruppe werden die Produktions- und Lagerhalle, das Flugdach, der Technikbereich sowie das zweigeschossige Büro schlüsselfertig errichtet. Hinzu kommen die Außenanlagen mit befestigten Asphaltflächen und Schotterflächen zur Lagerung der Dämmstoffplatten. Gesamt werden rund 345 Tonnen Stahl verbaut. Mit eingebunden sind hiesige Firmen wie beispielsweise die Perleberger Tiefbau GmbH. Dieses Unternehmen gehört zu jenen aus der Region, vor denen der Geschäftsführer gestern anlässlich des Richtfestes symbolisch den Hut zog. Tempo und Qualität stimmen. Auch vor den städtischen und regionalen Behörden zog Prinzhorn besagten symbolischen Hut. Sie haben es den Österreichern mit ihrem professionellen und unkomplizierten Agieren leichter gemacht, sich für den Standort Wittenberge zu entscheiden, für den, auch das sagte das Management gestern, die Anbindung der Stadt an die A 14 von herausragender Bedeutung ist. Mit ihrer neuen Produktionsstätte in Wittenberge sind die Österreicher näher an ihren Kunden in Deutschland, Polen, Skandinavien und den Benelux-Staaten. Wittenberge hat sich gegen sechs mögliche Standorte in Polen und vier weitere in Deutschland durchgesetzt. Die Entscheidung fiel in den ersten Monaten 2012. Schon im Juli letzten Jahres sei mit der Stadt der Vertrag unterschrieben worden.

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