Ortsbeiratsvorsitzender : „Ab Januar kommt endlich der Bus“

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Ortsbeiratsvorsitzender Dietmar Droese im Gespräch

von
24. November 2015, 12:02 Uhr

Was beschäftigt die Menschen in Schmarl?

Wir freuen uns 2015 über zahlreiche Verbesserungen der Infrastruktur. Das ist die Sanierung der Krusensternstraße, die neuen Geh- und Radwege in der Hundsburgallee und im Stephan-Jantzen-Ring. Erfreulich ist auch, dass jetzt alle drei Schulen durchsaniert sind. Erst in diesem Jahr entstand ein neuer Sportplatz. Möglich gemacht hat dies das Projekt „Soziale Stadt“. Ansonsten sind die Sorgen der Menschen unterschiedlich. Am 4. November organisierten wir beispielsweise den ersten Seniorentag.

Brauchen Senioren einen eigenen Tag?

Wenn Sie sich die Besucherzahlen im SBZ anschauen, dann eindeutig ja. Die Informations- und Kulturangebote wurden gut angenommen. Es ging vor allem um Fragen, die die Lebenssituation älterer Menschen verbessern.

Wo sehen Senioren Nachholbedarf in Schmarl?

Ein Anliegen, das nicht nur die Senioren beschäftigt, ist die Anbindung an andere Stadtteile durch den öffentlichen Nahverkehr. Wir waren jahrelang regelrecht von Lütten Klein abgekoppelt. Im März 2013 wandten sich 21 Schmarler Einrichtungen und Vereine an den Oberbürgermeister und die Fraktionen der Bürgerschaft – erfolgreich, denn ab dem 4. Januar kommt endlich der Bus, der uns Schmarler wieder direkt nach Lütten Klein bringt.

Warum ist diese Anbindung wichtig?

Schmarl hat einen hohen Facharztmangel. Die Nachfrage nach Augen-, Kinder- oder HNO-Ärzten ist besonders hoch. Daher pendeln viele Schmarler regelmäßig. Mit den Linien 39 und 49 werden auch andere Stadtteile für uns besser erreichbar sein.

Welche weiteren Themen beschäftigen den Ortsbeirat aktuell?

Aktuell spielt die Unterbringung von Transitflüchtlingen eine Rolle. Wir wollen sach- lich und hilfsbereit mit dieser Situation umgehen. Es gibt verschiedene Orte, die zurzeit als Unterbringung infrage kommen.

Was macht Schmarl als Stadtteil besonders?

Wir sind ein kleiner Stadtteil. Das hat den Vorteil, dass sich die Menschen kennen und das Zusammengehörigkeitsgefühl groß ist. Das merke ich zum Beispiel an der Aktion „Schmarl räumt auf“ oder dem Stadtteilfest im Juni. Schmarl ist maritim geprägt. Da sind nicht nur die beiden Schiffe am Warnowufer und die Straßennamen von berühmten Seefahrern. Dazu gehören auch die Patenschaft der Krusensternschule mit dem gleichnamigen Segelschulschiff und die beiden Kunstwerke „Heimkehr des Seemanns“ und der „Explorer“ vor dem Vitus-Hochhaus. Schmarl ist nicht nur das vollständig sanierte Wohngebiet. Viele gute Möglichkeiten für Freizeit und Erholung gibt es im IGA-Park, im Park an der Hundsburg und entlang des Schmarler Bachs.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Noch besser sollten Schmarler die Möglichkeit nutzen, sich mit Hinweisen und Kritik in die Arbeit des Ortsbeirates einzubringen. Bürgerbeteiligung ist das aktuelle Thema der Sitzung am 1. Dezember. In den nächsten Jahren könnten wir außerdem durch Wohnungsneubau die 10 000-Einwohner-Marke anstreben.

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