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17. November 2017 | 18:51 Uhr

19 verletzte Schulkinder

vom

svz.de von
erstellt am 06.Okt.2010 | 08:19 Uhr

Schmarl | Schock im Bus der Linie 38: 19 Schulkinder sowie eine 36-jährige Frau und ein 19-jähriger Mann sind gestern morgen gegen 7 Uhr verletzt worden, als der Fahrer des Busses plötzlich auf die Bremse steigen musste. Eines der Kinder erlitt dabei sogar ein Schädelhirntrauma. Der Grund für den Unfall: "Ein Radfahrer fuhr vor das Fahrzeug", sagt Polizeisprecherin Dörte Lembke.

Der Bus war gerade voll besetzt in der Hundsburgallee unterwegs, als der Radfahrer ohne Ankündigung vom Radweg abbog und einen Zebrastreifen am S-Bahn-Haltepunkt Evershagen überqueren wollte. Trotz der sofortigen Vollbremsung kollidierte der Bus frontal mit dem 31-Jährigen, der dabei gegen die Frontscheibe des Schulbusses geschleudert wurde. Das Glas splitterte, hielt dem Aufprall aber stand. Der Mann hatte Glück im Unglück, wurde bei dem Zusammenstoß mit dem tonnenschweren Fahrzeug kaum verletzt. "Er entfernte sich selbstständig vom Unfallort und begab sich ins Krankenhaus", sagt der leitende Notarzt Dr. Bert Werner.

Die Businsassen, viele von ihnen Schulkinder, traf die Vollbremsung hingegen völlig unvorbereitet. Durch die freigesetzten Fliehkräfte rutschten sie von ihren Sitzen und prallten gegen die Lehnen vor ihnen.

Prellungen und Schädelhirntrauma

Andere Insassen wurden quer durch den Bus geschleudert. Zum Teil stießen sie mit ihren Köpfen gegen die Hartschalen der Sitze oder gingen zu Boden, wobei sie sich unter anderem mehrere Prellungen und Abschürfungen zuzogen. Ein Kind erlitt sogar ein Schädelhirntrauma, der 42-jährige Busfahrer steht nach dem Vorfall unter Schock. "Als ich ankam, gab es ein hektisches Durcheinander mit vielen Verletzten", sagt Werner. Er koordinierte das sofort angerückte Großaufgebot aus mehreren Rettungs- und Notarztwagen und versorgte die zahlreichen verletzten Schüler und Erwachsenen noch vor Ort.

Die Schulkinder wurden alle zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht, andere leicht Verletzte konnten den Unfallort nach einer kurzen Erstversorgung verlassen. Abgesichert wurde der Einsatz währenddessen durch Beamte der Rostocker Polizei. Zur Unterstützung waren auch Mitarbeiter der Dekra im Einsatz, die bei der Bestimmung des Unfallhergangs halfen. Deshalb kam es in dem Bereich noch bis 9 Uhr zu Verkehrseinschränkungen.

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