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18. November 2017 | 11:35 Uhr

150 000 Scheidungskinder allein im Jahr 2011

vom

svz.de von
erstellt am 17.Aug.2012 | 05:32 Uhr

187 600 Ehen wurden 2011 geschieden, 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit gingen elf von tausend Ehen in die Brüche. Vor zwei Jahrzehnten endeten sieben von tausend Ehen pro Jahr vor dem Richter.
Dafür halten die Ehen jetzt länger: 2011 waren Paare vor der Scheidung durchschnittlich 14 Jahre und 6 Monate verheiratet. Zwei Jahrzehnte zuvor dauerte eine schlechte Ehe elf Jahre. Seit zehn Jahren ist die Scheidungsrate relativ konstant. Sie liegt stets zwischen zehn und elf von tausend bestehenden Ehen pro Jahr.

Betrachtet man eine einzelne Ehe über ihre gesamte Dauer, scheitert jede dritte. 53 Prozent der Scheidungen wurden 2011 von der Frau eingereicht, 39 Prozent vom Mann. In den übrigen Fällen beantragten beide die Scheidung gemeinsam. Fast die Hälfte der Paare hatte Kinder unter 18 Jahren. Im vergangenen Jahr waren etwa 148 200 minderjährige Kinder von der Scheidung ihrer Eltern betroffen, zwei Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Bereitschaft zur Trennung steigt: „Während bei den Heiratsjahrgängen aus Mitte der 1960er Jahre ein Fünftel und bei denen aus Mitte der 1970er Jahre ein Viertel nach 25 Ehejahren geschieden war, liegt dieser Anteil bei den Heiratsjahrgängen aus Mitte der 1980er Jahre bereits bei mehr als einem Drittel“, erläutert das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden.


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