Gesundheit : Zwei Nordost-Kliniken in AOK-Qualitätsbewertung weit vorn

Die Universitätsklinik in Rostock gehört bundesweit zu den Topadressen für Operationen, bei denen Hüftprothesen ausgewechselt werden. Das geht aus dem neuen AOK-Krankenhausnavigator hervor, für den erstmals auch Qualitätsdaten zu Hüftprothesenwechsel und Leistenbruch-Operationen ausgewertet wurden. Wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Rangliste hervorgeht, gehört die Rostocker Klinik zu den 25 Krankenhäusern in Deutschland, die bei hohen Fallzahlen vergleichsweise wenige Komplikationen aufweisen. Andere Krankenhäuser im Nordosten, die aufgrund weniger Operationen nicht in das Qualitätsprüfverfahren aufgenommen wurden, erhielten im AOK-Krankenhausnavigator von den Patienten aber ebenfalls gute Noten und wurden weiterempfohlen.

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21. November 2019, 12:02 Uhr

Nach Angaben der AOK kommt es beim Ersatz von Hüftprothesen häufiger zu Komplikationen, weil sich das neue Implantat nach dem Entfernen der alten Prothese oft schwerer verankern lässt. Im Durchschnitt müsse etwa jeder siebte Patient innerhalb eines Jahres erneut operiert werden. Je häufiger eine Klinik den Eingriff vornehme, desto geringer sei die Wahrscheinlichkeit einer Revisions-OP, hießt es in der Mitteilung der AOK. Die Uniklinik in Rostock kommt laut AOK-Statistik im Jahr auf etwa 110 solcher Eingriffe, die Mehrzahl der anderen Krankenhäuser im Land kaum über 30.

Deutlich häufiger kommt es zu Leistenbruch-Operationen. Für die Qualitätsprüfung wurden laut AOK in Mecklenburg-Vorpommern knapp 2200 Fälle aus 29 Kliniken ausgewertet. Dabei schnitt das Kreiskrankenhaus in Demmin besonders gut ab und landete bundesweit ebenfalls in den Top-25 unter knapp 1000 bewerteten Kliniken. Die Komplikationsrate habe dort 3,5 Prozent betragen und sei damit nur halb so hoch gewesen wie im Bundesdurchschnitt. Doch gibt es laut AOK im Nordosten auch einzelne Kliniken mit einer Komplikationsrate von 16,3 Prozent.

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