Prozesse : Viereinhalb Jahre Haft für Überfall auf Doberaner Juwelier

Eine Statue der Justitia hält als Symbol der Gerechtigkeit eine Waage in ihrer Hand. /dpa
Eine Statue der Justitia hält als Symbol der Gerechtigkeit eine Waage in ihrer Hand. /dpa

Vor acht Jahren überfällt er einen Doberaner Juwelier. Während seine beiden Komplizen schnell gefasst werden, taucht der Armenier in seiner Heimat unter. Im Frühjahr stellt er sich und kommt in Rostock vor Gericht. Nun haben die Richter ihr Urteil gesprochen.

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11. Oktober 2019, 14:51 Uhr

Für einen vor mehr als acht Jahren begangenen Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft in Bad Doberan muss ein 32 Jahre alten Mann für viereinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Rostock sprach den Mann aus Armenien des gemeinschaftlichen schweren Raubes und der gefährlichen Körperverletzung für schuldig. Der Juwelier war im Januar 2011 von dem Täter zusammen mit zwei Komplizen überfallen, geschlagen, gefesselt, mit einer Schreckschusspistole bedroht und beraubt worden. Der Wert der Beute wurde mit etwa 23 000 Euro angegeben. Das Gericht verurteilte den Mann am Freitag zu einer Zahlung von 21 000 Euro.

Die beiden Komplizen waren kurz nach dem Überfall gefasst und zu jeweils sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ihre Strafen sind inzwischen verbüßt. Der 32-Jährige flüchtete den Angaben zufolge zunächst nach Armenien und stellte sich erst im Frühjahr dieses Jahres den Behörden.

In seinem Schlusswort hatte sich der Angeklagte entschuldigt, wies aber erneut den Vorwurf der Körperverletzung zurück. Er habe den Juwelier nicht geschlagen. Bei der Strafzumessung habe dem Gericht die Tatsache gereicht, dass er gesehen haben muss, wie das Opfer geschlagen wurde.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den Angeklagten eine Haftstrafe von fünf Jahren und drei Monaten gefordert, die Verteidigung sah keine gefährliche Körperverletzung und plädierte auf eine Strafe von maximal dreieinhalb Jahren.

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