Ehrenpreis des Filmkunstfestes MV : Ulrich Tukur - ein charmanter Tausendsassa

Mit dem Charme eines großen Jungen: Ulrich Tukur
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Mit dem Charme eines großen Jungen: Ulrich Tukur

Der Schauspieler Ulrich Tukur erhält in diesem Jahr den Ehrenpreis des 30. Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern

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10. Januar 2020, 16:24 Uhr

Wer Ulrich Tukur fassen will, muss sich damit begnügen, dass er schwer zu fassen ist. Dieser Schauspieler überzeugt nicht nur seit mehr als 30 Jahren erfolgreich in kaum noch zu zählenden Theater- und Filmrollen. Er schreibt auch Romane und tourt als Entertainer, Pianist und Sänger mit seiner Tanzkapelle Die Rhythmus Boys seit 1995 durch die Lande. Der augenzwinkernde Slogan, den sich die Band selbst verliehen hat – „älteste Boygroup der Welt“ –, passt so recht zum Charme eines großen Jungen, mit dem Tukur viele seiner Figuren so humorvoll wie lebensecht ausstattet.

Das 30. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern (5. bis 10. Mai 2020) verleiht nun dem beliebten Film- und Fernsehschauspieler in diesem Jahr den Ehrenpreis „Goldener Ochse“, den Ulrich Tukur am 9. Mai in Schwerin entgegennehmen wird.

Damit steht der heute in Berlin lebende Künstler in eine Reihe illustrer Kollegen, deren Verdienste um den deutschen Film in den zurückliegenden Jahren mit dem „Goldenen Ochsen“ geehrt wurden, darunter Katharina Thalbach, Henry Hübchen, Iris Berben, Christine Schorn, Wolfgang Kohlhaase, Hanna Schygulla, Michael Gwisdek, Otto Sander oder Katrin Sass.

„Mit seiner ausdrucksstarken Interpretation hat Ulrich Tukur das Bild zeitgeschichtlicher Persönlichkeiten der jüngeren deutschen Vergangenheit mitgeprägt“, so Festivalchef Volker Kufahl, der die Schauspielkunst des diesjährigen Ehrenpreisträgers in Anlehnung an den legendären Regisseur Ernst Lubitsch (1892-1947) sogar als „Tukur-Touch“ rühmt.

Bis zu seiner Studienzeit, gestand Ulrich Tukur einmal, habe er „nur ganz wenige Theaterstücke gesehen“. Doch dann saß er völlig begeistert im Tübinger Theater in Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“. Als er am nächsten Morgen beobachten konnte, wie der Hauptdarsteller in einem Freibad von hübschen Mädchen umringt wurde, stand nach seinem bisherigen Germanistik-, Anglistik- und Geschichtsstudium fest: Am Abend so tolle Stücke zu spielen und tagsüber angehimmelt zu werden, das will ich auch. Folgerichtig ging er an die Schauspielschule.

Inzwischen gehört der 63-Jährige zur ersten Riege deutscher Schauspieler. Ob als Stasioffizier im Oscar-gekrönten Film „Das Leben der Anderen“, als Erwin Rommel im gleichnamigen ARD-Film oder als LKA-Ermittler Felix Murot im „Tatort“ – immer gelingen Ulrich Tukur unverwechselbare Porträts.

Wovon sich Gäste des 30. Filmkunstfestes MV überzeugen können, das traditionell den Ehrenpreisträger mit einer Auswahl seiner Filme präsentieren wird.

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