Gesundheit : Schwesig: Debatte über Ende der Corona-Abwehr zu früh

Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von MV. Jens BŸttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von MV. Jens BŸttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sieht keinen Grund, schon jetzt über mögliche Lockerungen der Kontaktsperren zur Eindämmung der Corona-Epidemie zu diskutieren. «Ich will ganz klar sagen, dass wir nach Rücksprache mit Medizinern keine Entwarnung geben können, und dass ich auch jegliche Debatte über Lockerungen von Maßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt absolut als zu früh empfinde», sagte Schwesig am Donnerstag in Schwerin.

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26. März 2020, 17:02 Uhr

Sie reagierte damit auch auf Äußerungen von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU), der in der Social-Media-App Jodel angekündigt hatte, dass die strengen Kontaktbeschränkungen infolge der Corona-Krise später einmal zunächst für junge und gesunde Menschen wieder gelockert würden. Abhängig sei dies davon, ob die Infektionskurve in den nächsten beiden Wochen flach gehalten werden könne.

Schwesig appellierte insbesondere an die Politik, den Erfolg der getroffenen Maßnahmen, die härteste Einschränkungen für Bevölkerung und Wirtschaft bedeuteten, abzuwarten. «Wir sollten an unserer Verabredung festhalten, die Maßnahmen vor Ort gut umzusetzen, und uns dann mit der Kanzlerin nach Ostern die Lage anschauen und überlegen und entscheiden, wie es weitergeht», betonte die SPD-Politikerin.

Sie sei zuversichtlich, dass Deutschland mit den eingeleiteten Maßnahmen und seinen leistungsfähigen medizinischen Einrichtungen gut durch die Krise kommen könne. «Aber das wird nicht die Medizin für uns allein erledigen, sondern wir alle müssen weiter mithelfen, indem wir uns an die Regeln halten und die Maßnahmen umsetzen», so Schwesig.

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