Tiere : Schafzüchter fordern Abschuss von «Problemwolf GW924m»

Ein Wolf schaut hinter einem Baum im Wildpark Poing hervor. /dpa/Archivbild
Ein Wolf schaut hinter einem Baum im Wildpark Poing hervor. /dpa/Archivbild

Der als Problemwolf bekannte Rüde «GW924m» soll nach Forderungen des Landesschafzuchtverbands Mecklenburg-Vorpommern sofort getötet werden. Die Abschussgenehmigung aus Schleswig-Holstein müsse auch im Nachbarland gelten, sagte der Vorsitzende des Verbands, Jürgen Lückhoff, am Dienstag. «Der Rüde hat das Töten von Nutztieren ja nicht verlernt, nur weil er über die grüne Grenze gelaufen ist», erläuterte Lückhoff. Das zeige der Vorfall bei Grambow (Nordwestmecklenburg).

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19. November 2019, 08:41 Uhr

Am Montag hatte das Umweltministerium in Schleswig-Holstein mitgeteilt, dass «GW924m» sehr wahrscheinlich nach Mecklenburg-Vorpommern weitergezogen sei. Eine DNA-Probe habe bestätigt, dass das Raubtier am 26. Oktober bei Grambow (Landkreis Nordwestmecklenburg) Nutztiere gerissen hat. Das Kieler Umweltministerium unter Jan Philipp Albrecht (Grüne) hatte nach etlichen Rissen des Wolfes, der auch Herdenschutzzäune überwand, eine «Allgemeinverfügung» erlassen. Danach hätte das Tier in den Kreisen Pinneberg, Steinburg und Segeberg von registrierten Jägern geschossen werden können, was nicht klappte.

Das Schweriner Agrarministerium erklärte dazu, es werde geprüft, «ob die Situation in Mecklenburg-Vorpommern mit der in Schleswig-Holstein im Hinblick auf die Erteilung einer artenschutzrechtlichen Ausnahme zur Tötung des Wolfes vergleichbar ist».

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