App für Kultur in MV : „Mecksikon“ des Nordens nun online

MV hat eine neue App zu Kulturschätzen und geschichtsträchtigen Orten.

svz.de von
02. Oktober 2018, 20:00 Uhr

Die Stiftung Mecklenburg will Einheimische und Touristen mit der neuen Kultur-App „Mecksikon“ zu Kulturschätzen und geschichtsträchtigen Orten im Norden führen und regionale Chroniken für die Nachwelt erhalten. Das Angebot ist kostenlos über die Internetseite der Stiftung abrufbar, wie der Stiftungsratsvorsitzende Henry Tesch am Dienstag in Schwerin sagte. Das „Mecksikon“ starte mit zunächst 300 Einträgen.

Bisher nur Modellkreis Nordwestmecklenburg archiviert

Hinweise zu örtlichen Besonderheiten und sehenswerten Einrichtungen, ergänzt mit Fotos, Videos und umfangreichen, oft von Heimatforschern zusammengetragenen Hintergrundinformationen lägen bislang aber nur für den Modellkreis Nordwestmecklenburg vor. Doch hätten andere Landkreise sowie Tourismus- und Wirtschaftsverbände bereits Interesse bekundet. „Alle dachten, dass es ein solches, auf Geodaten basierendes Angebot schon gibt, sehen aber nun, dass wir erst diese Lücke schließen“, sagte Tesch. Er äußerte die Hoffnung, dass sich auch andere norddeutsche Länder beteiligen.

„Mecksikon“ - digitales Kulturgut lädt zum Mitmachen ein

Zu der neuen App gebe es bundesweit kaum etwas Vergleichbares. Sie sei Reiseführer mittels Smartphone und digitales Kulturarchiv zugleich, erläuterte Tesch. Ortschronisten, Hochschulen, Schulen und alle interessierten Menschen im Land seien zum Mitmachen eingeladen.

Mitarbeiter der Stiftung würden die Zusendungen prüfen, in die App übertragen und so das kulturelle Erbe nicht nur bewahren, sondern für alle zugänglich machen. Die Verlässlichkeit der Informationen werde auf diese Weise gewährleistet.

Die App führt laut Tesch zu Baudenkmalen wie Kirchen, Gutshäuser, Mühlen und Schlösser, zu Naturdenkmalen, Sagenorten, Museen und zu Orten von geschichtlicher Bedeutung. Für die Planung und die technische Umsetzung seien Mittel der Stiftung und EU-Fördermittel eingesetzt worden. Wie Tesch sagte, flossen bislang etwa 160 000 Euro. Ein Gewinnspiel soll das Interesse an der App erhöhen und möglichst viele Nutzer bringen.

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