Bevölkerung : Mecklenburg-Vorpommern: Trotz Zuwanderung weniger Einwohner

Die Einwohnerzahl Mecklenburg-Vorpommerns ist im vergangenen Jahr trotz Zuwanderung geschrumpft. Ende 2019 zählte das Statistische Landesamt 1 608 138 Menschen mit Hauptwohnsitz im Nordosten. Das waren 1537 oder 0,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Amt am Dienstag in Schwerin bekanntgab. In den Jahren 2015 und 2017 hatte es jeweils ein kleines Bevölkerungswachstum gegeben. Im Jahr 2016 und im Jahr 2018 verzeichnete das Amt ein leichtes Minus.

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30. Juni 2020, 11:40 Uhr

«Der Bevölkerungsrückgang ist vor allem auf die gesunkene Geburtenzahl und den damit verbundenen Gestorbenen-Überschuss zurückzuführen», sagte Statistik-Experte Matthias Richter zur jüngsten Entwicklung. Geboren wurden demnach 12 630 Kinder, 402 oder 3,1 Prozent weniger als 2018. Zugleich starben 21 702 Menschen, 246 oder 1,1 Prozent weniger im Jahr davor. «Im Saldo starben 9072 Menschen mehr, als Kinder geboren wurden», erklärte Richter.

Zuzügler milderten dieses Minus ab: Im vergangenen Jahr verlegten dem Amt zufolge 46 046 Menschen ihren Hauptwohnsitz nach Mecklenburg-Vorpommern, während 38 003 Frauen, Männer und Kinder aus dem Nordosten woandershin zogen. Dies bedeutet einen Wanderungsgewinn von 8043 Menschen - ein Plus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als der Wanderungsgewinn dem Amt zufolge 7659 Personen betrug. Die Zuzügler kamen 2019 je etwa zur Hälfte aus anderen Bundesländern und dem Ausland, wie Richter sagte.

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