Parchim : Leck: Boot übernachtete am Haken

Übernachtung am Haken: Das Boot wurde gestern untersucht.
Übernachtung am Haken: Das Boot wurde gestern untersucht.

Schweriner Familie musste zehntägige Bootstour in Parchimer Schleuse beenden

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16. Juli 2018, 21:00 Uhr

Es ist der Albtraum eines jeden Skippers: Wassereinbruch an Bord. Genau das passierte einer Schweriner Familie am ersten ihres auf zehn Tage angelegten Bootsurlaubs. Nicht immer geht so ein Wassereinbruch so glimpflich und ohne Verletzte ab wie dieser. Das ist auch der cleveren Reaktion der Freiwilligen Feuerwehr Parchim zu verdanken.

Die Familie – Mutter, Vater, zwei Jugendliche – waren am Sonntag gegen 22 Uhr auf der Müritz-Elde-Wasserstraße in die Parchimer Schleuse eingelaufen, als sie merkten, dass der Maschinenraum des Kajütbootes schon voll Wasser gelaufen war. Das Boot drohte zu sinken, die Familie versuchte mit Eimern zu lenzen und alarmierte die Parchimer Feuerwehr.

Die Kameraden merkten, dass mit Pumpen nicht viel zu retten war, zu viel Wasser lief nach. Dann die rettende Idee: Das Boot musste aus dem Wasser.

Woher jetzt einen Kran nehmen? Der Parchimer Krandienst Haberhauer fackelte nicht lange und nahm mit seinem Kranwagen das Boot an den Haken. Damit war das Sinken verhindert. Das Boot übernachtete am Haken, die Familie kam in einem Parchimer Hotel unter.

Gestern dann konnte dank aus Garwitz herbeigeschaffter Böcke das Boot an der Schleuse abgestellt werden. Nach ersten Vermutungen könnte ein Defekt am Auspuffrohr die Ursache für die Havarie sein.

Ein Experte sollte vor Ort untersuchen, ob eine Reparatur schnell möglich ist und die Familie ihren geplanten Törn doch noch fortsetzen kann.

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