Wühlmäuse in Schwerin : Ganzjährige Gefahr

Es gibt sie an öffentlichen Plätzen, etwa im Schlossgarten. Zu finden sind sie aber auch in zahlreichen privaten Gärten. Wühlmäuse sind ein Phänomen, mit dem sich die Stadt ganzjährig befassen muss.

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29. März 2019, 16:41 Uhr

"Wühlmäuse verursachen Schäden an den verschiedensten Pflanzenarten. Sie benagen oder fressen Wurzeln, Knollen und Zwiebeln", erklärt Kathleen Pinkatschek, Sachbearbeiterin Konzeption, Koordinierung und Controlling bei der Stadt. Auf Grünanlagen oder Rasenflächen könne durch die Wühltätigkeit die Grasnarbe zerstört werden, auf Sportplätzen werde die Verkehrssicherheit gefährdet.

Schäden schwer zu messen

Eine konkrete Feststellung, wie viele Tiere es dieses Jahr in der Landeshauptstadt gebe, sei nicht möglich, sagt Pinkatschek. "Das kann man so nicht messen." Anhand von Schadenbildern sei der Befall allerdings nicht größer als in den vorangegangenen Jahren, die entstandenen Schäden insgesamt nicht gravierend.

Um die Schäden einzudämmen, beauftragt die Stadt einen Kammerjäger. Weitere Möglichkeiten, den Tieren beizukommen, bestehen laut Pinkatschek aus Fallen, Fraßködern und der Begasung von Wühlmausausgängen. Zu einem solch drastischen Mittel hatte etwa die Stadt Celle bei den Maulwürfen gegriffen.

Weiterlesen: Stadt Celle vergast Maulwürfe und erntet Shitstorm

Betroffene Bereiche innerhalb der Landeshauptstadt seien vor allem die Sportplätze Görries und Großer Dreesch in den Wintermonaten. Da im entsprechenden Zeitraum allerdings keine Spiele stattfinden, sind die Auswirkungen verhältnismäßig gering.

Im  Allgemeinen brauchen die Tiere ruhige, ungenutzte Räume, wo ein großes Angebot an Futterpflanzen wie Wurzeln, Knollen und Zwiebeln vorhanden ist. Dies finden sie etwa auf Grünanlagen oder Hecken oder wie in Schwerin auf den Sportplätzen vor Aufnahme des Punktspielbetriebs.

Nicht auf Jahreszeit festgelegt

Allerdings seien Wühlmäuse beim Nestbau nicht auf eine bestimmte Jahreszeit festgelegt, erklärt Pinkatschek. "Sie sind ganzjährig tätig, da jede Generation ihren eigenen Bau anlegt und jedes Tier wiederum in der Regel seinen eigenen Bau bewohnt." Anschließend halten sie sich so lange an Ort und Stelle auf, wie sie etwas zu fressen finden.

Das Weibchen bringt von März bis Oktober insgesamt zwei bis vier Würfe mit je zwei bis fünf Jungen zur Welt.

Wühlmaushügel ähneln den von Maulwürfen angelegten Bauten, sind laut Pinaktschek aber niedriger. Zudem befinden sich die Erdhaufen neben den Gängen.

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