Krebserkrankung Manuela Schwesig : Bestürzung bei Parteien

Die Ministerpräsidentin von MV, Manuela Schwesig (SPD), ist an Brustkrebs erkrankt.

Die Ministerpräsidentin von MV, Manuela Schwesig (SPD), ist an Brustkrebs erkrankt.

Die Bekanntgabe der Brustkrebserkrankung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat bei den Parteien in Schwerin Bestürzung ausgelöst.

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10. September 2019, 12:25 Uhr

Der CDU-Landesvorsitzende Vincent Kokert wünschte ihr im Kampf gegen den Krebs viel Kraft, alles erdenklich Gute und Gottes Segen. „Angesichts einer solchen Nachricht muss Politik in den Hintergrund rücken.“

Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Krüger, drückte seine Hochachtung für den Umgang Schwesigs mit der schlimmen Nachricht aus. „Sie stellt die Anforderungen des Landes über ihre persönlichen Belange und hat angekündigt, das Amt der Ministerpräsidentin weiterzuführen.“ Dass sie dennoch an irgendeiner Stelle kürzer treten muss und in der Bundespartei Aufgaben abgibt, sei selbstverständlich.

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Die besten Wünsche im Namen aller Fraktionsmitarbeiter und „viel Kraft und Zuversicht im Kampf gegen die Erkrankung“ kamen von der Vorsitzenden der Linksfraktion, Simone Oldenburg.

„Trotz aller politischer Differenzen hoffen wir, dass Frau Schwesig das Amt der Ministerpräsidentin bald wieder mit voller Kraft ausfüllen kann“, erklärte David Wulff, Landesgeneralsekretär der FDP.

Auch die AfD bekundete ihr Bedauern über die „tragische Krebsdiagnose“ und drückte den Wunsch nach schneller und vollständiger Genesung aus.

Genesungswünsche für Schwesig aus Thüringen

Thüringens CDU-Landesvorsitzender Mike Mohring hofft auf Genesung der an Krebs erkrankten SPD-Spitzenpolitikerin Manuela Schwesig. „Von Herzen wünsche ich Ihnen Genesung und auf dem anstrengenden Weg dahin, Kraft und Zuversicht, ein Licht an dunklen Tagen und wenn ich das darf, Gottes reichen Segen“, twitterte Mohring am Dienstag.

Schwesig, die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern ist, hatte am Dienstag ihr Kabinett über eine Brustkrebs-Erkrankung informiert. Sie legt deswegen ihr Amt als kommissarische SPD-Chefin nieder. Mohring hatte zu Jahresbeginn selbst eine im vergangenen Herbst festgestellte Krebserkrankung öffentlich gemacht, seine Akuttherapie ist inzwischen abgeschlossen.

Thüringens SPD-Landeschef Wolfgang Tiefensee sprach auf Twitter von einer schlimmen Nachricht. „Meine Gedanken sind bei Dir. Ich wünsche Dir in den nächsten Wochen viel Kraft für Deine Genesung“, schrieb er. Die Thüringer SPD hoffe „so sehr, dass alles gut wird“.

Schwesig hatte am Dienstag das Kabinett in Schwerin über ihre Erkrankung informiert. Das Amt der Ministerpräsidentin und auch den SPD-Vorsitz in Mecklenburg-Vorpommern will die 45-Jährige weiter ausüben. Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, bei frühzeitiger Erkennung gelten die Heilungschancen aber als gut.

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