Konsumgüter : Alu-Faltstrandkorb soll 2020 in Serienproduktion gehen

Jan Müller, Geschäftsführer der Strandkorbfabrik Heringsdorf, liegt in einem faltbaren Strandkorb. /dpa
Jan Müller, Geschäftsführer der Strandkorbfabrik Heringsdorf, liegt in einem faltbaren Strandkorb. /dpa

Faltbare Strandkörbe aus DDR-Zeiten sollen eine Renaissance erleben. Ein Heringsdorfer Strandmöbelhersteller will im kommenden Jahr einen klappbaren Strandkorb auf den Markt bringen. Wie Geschäftsführer Jan Müller sagte, soll der Zweisitzer bei genügend Interesse 2020 in die Serienproduktion gehen.

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19. November 2019, 07:33 Uhr

Der Strandkorb besteht aus einem Gestell aus Aluminium und Edelstahl, das mit Markisenstoff bespannt ist. Sitz- und Rückenflächen sind gepolstert. «Er lässt sich ohne Werkzeug demontieren, zusammenfalten und platzsparend verstauen», sagte Müller.

Die Teile passen in zwei Taschen, die 1,14 x 0,33 Meter messen und jeweils 14 Kilogramm wiegen. So könne man den Strandkorb im Auto, im Wohnmobil oder auf der Yacht mitnehmen oder im Garten aufstellen. Die faltbare Sitzgelegenheit biete die Vorteile eines klassischen Strandkorbs wie Schutz vor Wind und Sonne.

Ob es die faltbaren Neulinge an den Strand schaffen, ist noch unklar. Für das Aufstellen von Strandkörben würden Gebühren fällig, sagte Müller. Hauptprodukt der Fabrik auf der Insel Usedom sind die bekannten Strandkörbe aus Kiefernholz und einem Geflecht aus PVC. Pro Jahr werden bis zu 1000 Stück produziert.

In Parkentin bei Rostock war bei einer Haushaltsauflösung ein faltbarer Strandkorb aus den 1960-er Jahren aufgetaucht, der die heutigen Hersteller verblüffte. Sein Gestell war aus Holz. Wie sich herausstellte, stammte der Strandkorb aus einem Handwerksbetrieb bei Schmalkalden in Thüringen, der eigentlich Rodelschlitten fertigte. Dort wurde er von 1965 bis etwa 1973 produziert.

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