Facts & Fakes : Lösung zu Quiz 14: Fake News haben keine vertrauenswürdigen Quellen

Hier geht es zur Lösung von Quiz 14 der Serie Facts and Fakes.

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14. Januar 2021, 17:07 Uhr

Das waren die Fragen:

Frage 1: Lies dir das Impressum genau durch. Wie heißt der Verein, der diese Webseite betreibt?

Frage 2: Wen oder was will der Verein kritisieren?

Frage 3: Was kannst du etwas über die Quellen sagen, mit denen die Webseite die Behauptung im Video stützt und Beweise liefert?

Unsere Lösung:

Antwort 1: Journalistenwatch e.V.

Antwort 2: Die Betreiber beschreiben sich als Verein für “Medienkritik und Gegenöffentlichkeit”. 

Websites, die behaupten, kritisch zu sein, können eine gute Sache sein - wenn sie auch kritisch gegenüber ihren eigenen Berichten und ihren Quellen sind. Kritisch zu sein bedeutet dann, dass die Journalisten oder Blogger alles ganz genau mehrmals überprüfen, ihre Recherchewege offenlegen und über die Fakten berichten. Es gibt noch andere Möglichkeiten, kritisch zu sein. In diesem Fall stehen die Betreiber der Webseite laut ihrem Impressum den seriösen Medien ganz generell kritisch gegenüber. Mach dir klar, dass das ein Unterschied sein kann. 

Antwort 3: Außer dem Video selbst und dem Titel des YouTube-Videos gibt es keine Quellen. Die bereitgestellten Informationen sind sehr dürftig. Die Betreiber der Seite haben keine Nachforschungen angestellt, um herauszufinden, ob die Geschichte wahr ist.

Unser Lösungsweg: 

Das Impressum findest du leicht im Menü der Webseite. Lies den Namen des Eigentümers, seine Aussage und alles, was von Bedeutung sein könnte. Denn das kann dir Informationen darüber geben, wie du mit den Informationen umgehen musst, die auf einer Website veröffentlicht werden. Die Fragen 1 und 2 kannst du so beantworten. 

Wenn du dir die Webseite anschaust, bemerkst du wahrscheinlich schnell, dass keine Quellen verwendet werden, um die Behauptung, in den Müllsäcken seien Stimmzettel, zu überprüfen. Aber zum Glück haben andere Leute nachgeforscht - und wir finden diese Artikel natürlich über eine Google-Suche. 

Wir suchen also nach den Worten: 

"verloren gegangene Stimmzettel" 

Und wir finden mehrere Webseiten, die die Geschichte als Fake News entlarven. Eines dieser Beispiele findest du beim Verein Mimikama: https://www.mimikama.at/aktuelles/stimmzettel/

Die Autorin liefert zusätzliche Informationen über die Geschichte, den genauen Ort, an dem das Video entstand, eine Erklärung der Polizeibehörde in Boone County sowie mehrere Beweisstücke und Links zu anderen Websites wie dpa Factchecking, einem Angebot der Deutschen Presseagentur: https://dpa-factchecking.com/germany/201110-99-283908/

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