Am Jahrestag des Bebens von 1985 : Erdbeben erschüttert Mexiko-Stadt – mindestens 226 Tote

Ein eingestürzter Supermarkt im Stadtteil Tasquena im Süden von Mexiko-Stadt.
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Ein eingestürzter Supermarkt im Stadtteil Tasquena im Süden von Mexiko-Stadt.

Vor 32 Jahren starben bei einem Erdbeben fast 10.000 Menschen. Kurz nach einer Katastrophenübung bebt es wieder.

svz.de von
20. September 2017, 14:00 Uhr

Mexiko | Riesige Trümmerhaufen türmen sich in der Millionenmetropole Mexiko-Stadt, verzweifelt suchen Nachbarn, Angehörige und Retter nach den vielen Verschütteten. Bei einem heftigen Erdbeben der Stärke 7,1 sind in Mexiko mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen. Ausgerechnet am Jahrestag des verheerenden Erdbebens von 1985 bebte die Erde am Dienstag heftig - nur kurz nach der alljährlichen Erbebenübung. Die Zahl der Toten dürfte weiter steigen: Da in der Hauptstadt viele Gebäude eingestürzt sind, wird mit weiteren Opfern gerechnet.

Das Erdbeben in Mexiko erreichte eine Stärke von 7,1 auf der Richterskala.
Foto: dpa
Das Erdbeben in Mexiko erreichte eine Stärke von 7,1 auf der Richterskala.

Nach Angaben von Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong kamen mindestens 226 Menschen ums Leben. Der nationale Zivilschutzkoordinator sprach dagegen von 217 Toten im gesamten Land; darunter 86 in Mexiko-Stadt, 71 im Bundesstaat Morelos und 43 in Puebla. Rund weitere 700 Menschen sind verletzt, 400 davon schwer.

Wie man Erdbebenstärken misst und wie sie sich auswirken

Die Stärke von Erdbeben wird mit Seismographen gemessen. Die Geräte zeichnen die Stärke von Bodenbewegungen auf, die sogenannte Magnitude. Weltweit kommen jährlich etwa 100.000 Beben der Stärke 3 vor. Rund 1600 haben die Stärken 5 oder 6. Ein Großbeben hat mindestens den Wert 8 und tritt etwa einmal im Jahr auf.

Das heftigste bisher auf der Erde gemessene Beben hatte eine Magnitude von 9,5 und ereignete sich 1960 in Chile. Erdbeben können je nach Dauer, Bodenbeschaffenheit und Bauweise in der Region unterschiedliche Auswirkungen haben. Häufig gilt:

- Stärke 1-2: schwaches Beben, nur durch Instrumente nachzuweisen

- 3: Nur in der Nähe des Epizentrums zu spüren

- 4-5: 30 Kilometer um das Zentrum spürbar, leichte Schäden

- 6: Tote und schwere Schäden in dicht besiedelten Regionen

- 7: In weiten Gebieten stürzen Häuser ein, viele Tote

- 8: Verwüstung im Umkreis Hunderter Kilometer, sehr viele Tote

Die Intensität des Bebens nimmt dabei nicht gleichmäßig nach oben zu - mit jedem Stärke-Punkt Unterschied steigt die Erschütterungsenergie vielmehr um über das 30-fache. Ein Beben der Stärke 6 setzt rund 1000 Mal so viel Energie frei wie ein Beben der Stärke 4. 

Früher wurde die Erdbebenstärke nach der sogenannten Richterskala bestimmt. Der amerikanische Geophysiker Charles Francis Richter hatte die Skala 1935 speziell für Kalifornien ausgearbeitet, wo es entlang des Sankt-Andreas-Grabens häufiger zu Erdstößen kommt. Die klassische Richterskala gilt jedoch bei großen Beben als nicht besonders genau.
Erdbebenforscher verwenden deshalb heute modernere Magnituden-Skalen.

Ausgerüstet mit improvisierten Atemmasken, Fahrradhelmen, Spitzhacken und Schaufeln bilden Hunderte Menschen in Mexiko-Stadt eine Menschenkette. Auch noch in der Nacht zu Mittwoch tragen sie zusammen den Bauschutt der Ruinen ab, um Opfer zu retten. „Wir brauchen Wasser und Medikamente!“, schreien einige Jugendliche. Im Licht von Laschenlampen und Scheinwerfern suchen sie zwischen den Steinen und Ziegeln der zusammengestürzten Gebäude nach möglichen Überlebenden. Viele der Freiwilligen sind Nachbarn oder Menschen, die an den betroffenen Orten vorbeikamen und sich entschlossen, den Rettungskräften und Sanitätern zu helfen.

Staatschef fordert Menschen auf, zu Hause zu bleiben

Angesichts der verzweifelten Rettungsmaßnahmen forderte Präsident Enrique Peña Nieto die Bevölkerung jedoch auf, zu Hause zu bleiben: „Sofern die Häuser sicher sind, ist es wichtig, dass die Bevölkerung drinnen bleibt, um die Straßen für Krankenwagen frei zu halten und die Arbeit der Rettungshelfer zu erleichtern“, sagte er in einer Videobotschaft.

Oberste Priorität habe nun die Suche nach Vermissten und die medizinische Versorgung der Verletzten. „Dieses Erdbeben ist eine harte Probe und sehr schmerzhaft für unser Land, aber wir Mexikaner haben gelernt, dem mit dem Geist der Solidarität zu antworten“, sagte Peña Nieto in seiner Videobotschaft weiter. US-Präsident Donald Trump schrieb auf Twitter: „Gott schütze die Menschen in Mexiko-Stadt.“

In Mexiko-Stadt stürzten rund 40 Gebäude ein, mindestens 500 wurden zum Teil schwer beschädigt. Wie Bürgermeister Miguel Ángel Mancera am Mittwoch mitteilte, müssten diese erst eingehend untersucht und repariert werden, bevor Bewohner zurückkehren können. Viele könnten unbewohnbar geworden sein, sagte er im TV-Sender Televisa. Man sei mit Baufirmen im Gespräch, dass sie rasch Experten schicken.

Mindestens 32 Kinder sterben bei Einsturz einer Schule

Dramatisch ist die Lage etwa an der Grundschule „Enrique Rébsamen“ in Mexiko-Stadt. Dort war auch ein Kindergarten untergebracht. Das Gebäude ist eingestürzt, 32 Kinder und fünf Erwachsene kamen dabei ums Leben. Die Leichen dieser Opfer seien alle geborgen worden. Elf Kinder seien lebend gerettet worden. In den Trümmerbergen suchen die Helfer in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) nach Dutzenden verschütteten Kindern und einigen Lehrern. „Wir schätzen, dass noch zwischen 30 und 40 Menschen in den Trümmern gefangen sind. Wir hören aber Stimmen, einige sind noch am Leben“, sagte Marine-Sprecher José Luis Vergara dem Fernsehsender „Televisa“.

Ein „Televisa“-Reporter, der die Rettungsaktionen aus nächster Nähe verfolgte und unter anderem die Bergung eines toten Mädchens erlebte, sagte: „Mein Herz ist gebrochen.“ Der Unglücksort im Süden der mexikanischen Hauptstadt wurde in der Nacht auch von Präsident Enrique Peña Nieto besucht, der die Solidarität der Menschen hervorhob. An den Rettungsarbeiten nahmen neben Angehörigen der Feuerwehr, des Zivilschutzes, des Heeres und der Marine auch unzählige freiwillige Helfer teil. Mit Schaufeln, oft aber auch nur mit den Händen, räumten die Rettungskräfte den Schutt weg, um nach Überlebenden zu suchen.

Gezittert wurde in Mexiko unter anderem um Víctor - einen kleinen Jungen, der nach Medienberichten mit einem langen Schlauch mit Sauerstoff versorgt wurde. Ein Sprecher der Rettungskräfte sagte „Televisa“, man sei außerdem in Kontakt mit einer verschütteten Lehrerin, die ein kleines Mädchen bei sich habe.

Weitere 209 Schulen in Mexiko-Stadt wurden geschlossen, 15 davon haben schwere Schäden, so Nuño Mayer.

Ein Mann, der nach dem Erdbeben inmitten der Trümmer eines Gebäudes im Stadtteil Condesa in Mexiko-Stadt (Mexiko) liegt, wird mit Trinkwasser versorgt, bis er gerettet wird.
Foto: dpa
Ein Mann, der nach dem Erdbeben inmitten der Trümmer eines Gebäudes im Stadtteil Condesa in Mexiko-Stadt (Mexiko) liegt, wird mit Trinkwasser versorgt, bis er gerettet wird.

Kirche stürzt durch Erdbeben ein: Elf Tote

Während einer Taufe ist eine Kirche eingestürzt und hat mindestens elf Menschen getötet. Wie lokale Medien berichteten, hielten in der Stadt Atzala im Bundesstaat Puebla das Dach und die Kuppel der im 17. Jahrhundert erbauten Kirche dem Beben nicht stand. Atzala liegt rund 150 Kilometer südöstlich von Mexiko-Stadt entfernt. Die Bewohner versuchten verzweifelt, in den Trümmern noch Überlebende zu finden.

Azteken-Stadion schwer beschädigt

Auch das weltbekannte Azteken-Stadion in Mexiko-Stadt ist in Mitleidenschaft gezogen worden. In lokalen Medien verbreitete Fotos zeigten einen breiten Riss durch eine Tribüne. Durch das Beben haben sich zwei Tribünenteile auseinander bewegt. Das in dem Stadion für Dienstag geplante Achtelfinalspiel der Copa México zwischen América und Cruz Azul wurde abgesagt, wie der Stadionbetreiber mitteilte.

Das 1966 eröffnete Stadion war Spielort der Weltmeisterschaften 1970 und 1986, und es sah unter anderem das „Jahrhundertspiel“ zwischen Deutschland und Italien bei der WM 1970 (3:4 nach Verlängerung). 1986 erlebte es unter anderem die „Hand Gottes“ von Diego Maradona Diego Maradona im Viertelfinale gegen England – in dem Spiel sahen über 100.000 Zuschauer auch Diego Maradonas Sololauf über den halben Platz - das Tor wurde später zum „Tor des Jahrhunderts“ gewählt.

Touristenviertel in Mexiko-Stadt besonders betroffen

In Mexiko-Stadt ist vor allem das Zentrum mit den touristischen Vierteln betroffen. Viele der beschädigten oder eingestürzten Gebäude wurden vor dem Erdbeben 1985 gebaut und entsprachen nicht den später eingeführten strengeren Baunormen. Der Flughafen wurde geschlossen und auf Schäden untersucht. Beschädigte Krankenhäuser wurden evakuiert. Nach Angaben des Elektrizitätsunternehmens CFE waren mindestens 3,8 Millionen Menschen ohne Strom.

Aufräumarbeiten in Mexiko-Stadt.
Foto: Rebecca Blackwell
Aufräumarbeiten in Mexiko-Stadt.

Jahrestag des Bebens von 1985

Bei dem schweren Erdbeben vor 32 Jahren waren rund 10 000 Menschen ums Leben gekommen. Rund zwei Stunden vor dem heftigen Erdstoß am Dienstag hatten sich viele Behörden, Unternehmen und Schulen noch an der alljährigen Erdbebenübung beteiligt. Kurz darauf, um 13.14 Uhr, bringt eine heftige Erschütterung dann den Alltag von Millionen Menschen ins Wanken. Viele fahren gerade in den Aufzügen der Bürohäuser zum Mittagessen nach unten. Sie trifft das Beben völlig unerwartet.

Hintergrund: Erdbeben in Mexiko vom 19. September 1985

Am 19. September 1985 schloss sich nach einer langen Zeit der seismischen Ruhe die sogenannte „Michoacán Gap“ um 7.17 Uhr mit einem heftigen Erdbeben der Stärke 8,0 auf der Richterskala. Das Epizentrum des zweitstärksten Bebens der Geschichte lag im westlichen Zentralmexiko rund 70 Kilometer von der Hafenstadt Lázaro entfernt und hatte eine Energie von etwa 1114 explodierenden Atombomben. Das Erdbeben war in einer Fläche von 825.000 Quadratkilometern zu spüren – unter anderem in Los Angeles (Kalifornien) und Houston (Texas).

Zerstörungen nach dem Beben von 1985.
Foto:dpa

Zerstörungen nach dem Beben von 1985.

Die Bilanz des Erdstoßes: Mindestens 9500 Tote und 30.000 Verletzte. 100.000 Menschen wurden obdachlos, zahlreiche Gebäude wurden zerstört oder beschädigt. Allein in Mexiko-Stadt stürzten damals rund 412 Gebäude ein. Über 3100 wurden schwer beschädigt. Vor allem moderne Hochhäuser, die als erdbebensicher galten, waren betroffen.

Hintergrund ist das, was später als Mexiko-City-Effekt in die Geschichtsbücher einging. Von dem rund 1000 Quadratkilometer großen Stadtgebiet waren durch das Erdbeben nur wenige Quadratkilometer betroffen. Die auf dem Gebiet des ehemaligen Texcocosees errichteten Stahlskelettbauten hielten dem Erdbeben nicht stand. Alte Bauten aus der Kolonialzeit hingegen blieben unbeschädigt.

Die Ursache lag im weichen Untergrund des trockengelegten Sees. Der Boden besteht aus Tonsedimenten und lockeren Vulkanaschen. Er geriet durch das Beben in Resonanzschwingungen. Seine Struktur brach zusammen und der Untergrund sackte teilweise weg. Die Frequenzen der Bodenschwingungen fielen ebenfalls mit den Eigenschwingungen der Hochhäuser zusammen. In der Folge wurden die Stahlgebäude regelrecht aufgeschaukelt und stürzten ein.

Zwei große Nachbeben der Stärke 7,4 am 20. September und 7,0 im April 1986 erschwerten die Situation für Bürger und Helfer. Das Erdbeben verursachte einen Schaden von drei bis vier Milliarden US-Dollar.

 
Zwei Stunden vor dem Beben fanden noch große Evakuierungsübungen in Bürogebäuden, Schulen und Krankenhäusern statt, wie jedes Jahr am 19. September.
Foto: Isaias Hernandez
Zwei Stunden vor dem Beben fanden noch große Evakuierungsübungen in Bürogebäuden, Schulen und Krankenhäusern statt, wie jedes Jahr am 19. September.
 

Danach kommt Panik auf. Menschen schreien und weinen. Die Wolkenkratzer in Mexiko-Stadt schwanken hin und her, einige Gebäude stürzen ein, Fasseadenteile fallen wie Pappe auf die Straßen. Wer kann, rennt so schnell es geht nach draußen, weg von den Häusern. Über der Skyline hängen Rauchschwaden, Staub liegt in der Luft. In der Hauptstadt und dem angrenzenden Großraum leben rund 20 Millionen Menschen. Im Volkswagen Werk Puebla, einem der größten Fahrzeugwerke des Konzerns, wurden nach Informationen der Wolfsburger Konzernzentrale keine Mitarbeiter verletzt.

Mehrere Nachbeben versetzen die Menschen zusätzlich in Angst. Wie das nationale Seismologische Institut auf Twitter mitteilt, wurden am Dienstagabend und in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) unter anderem im Bundesstaat Oaxaca Nachbeben gemessen. Betroffen war mehrmals die Küstenregion vor der Stadt Salina Cruz. Das schwerste Nachbeben hatte demnach die Stärke 4,9. Bei einem Beben im Landesinneren nahe der Stadt Loma Bonita gab das Institut eine Stärke von 4,0 an.

Ein Mann steht im Türrahmen eines eingestürzten Hauses.
Foto: dpa
Ein Mann steht im Türrahmen eines eingestürzten Hauses.

Erst am 7. September waren bei einem Beben der Stärke 8,2 rund 100 Menschen im Land umgekommen, dabei lag das Zentrum aber im Pazifik und war in Mexiko-Stadt längst nicht so stark zu spüren. Danach gab es weit über tausend Nachbeben. Mexiko befindet sich in einer der weltweit aktivsten Erdbebenzonen.

Mexiko befindet sich in einer der weltweit aktivsten Erdbebenzonen. Der Großteil der Landmasse liegt auf der sich westwärts bewegenden nordamerikanischen Erdplatte. Unter diese schiebt sich die langsam nach Nordosten wandernde Cocosplatte. Der Boden des Pazifischen Ozeans taucht so unter die mexikanische Landmasse ab. Das führt immer wieder zu schweren Erschütterungen, die das Land bedrohen.

Hintergrund: Der Pazifische Feuerring

Der Pazifische Feuerring (Ring of Fire) ist eine hufeisenförmige Zone entlang der Küsten des Pazifischen Ozeans. Sie wird häufig von Erdbeben und Vulkanausbrüchen heimgesucht. Hier treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander. Es kommt zu tektonischen Verschiebungen und Verwerfungen. Entlang dieses mehr als 40.000 Kilometer langen Gürtels liegt ein großer Teil der aktiven Vulkane. Er reicht von der süd- und nordamerikanischen Westküste über die nord-pazifischen Inselgruppen der Aleuten und Kurilen nach Japan und weiter über die Philippinen, den Ostrand Indonesien, verschiedene Südsee-Inselstaaten bis Neuseeland und zur Antarktis.

US-Präsident Donald Trump schrieb auf Twitter: „Gott schütze die Menschen in Mexiko-Stadt.“ Man stehe an ihrer Seite.

Merkel sichert Mexiko deutsche Solidarität zu

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Mexiko Anteilnahme ausgesprochen und die Solidarität Deutschlands zugesichert. „Unser tiefst empfundenes Beileid für diejenigen, die einen ihrer Liebsten verloren haben“, schrieb Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch auf Spanisch beim Kurznachrichtendienst Twitter im Namen der Kanzlerin. Merkel sprach den Rettungskräften auch Mut für ihren Einsatz zu.

In einem Kondolenztelegramm äußerte Merkel „Trauer und Bestürzung“ über die verheerenden Folgen des schweren Erdbebens. „Seien Sie versichert, dass Deutschland an Ihrer Seite stehen wird“, schrieb die CDU-Politikerin am Mittwoch dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto. Den betroffenen Menschen, den Opfern und ihren Angehörigen gelte ihr tiefes Mitgefühl, allen Verletzten wünsche sie rasche Genesung. „Ich wünsche Ihnen und Ihren Mitbürgern Kraft und Stärke in dieser schweren Stunde“, schrieb Merkel außerdem nach den Worten ihres stellvertretenden Regierungssprechers Georg Streiter.

Das Auswärtige Amt teilte in Berlin mit, nach Stand Mittwochmittag seien „keine Deutschen betroffen“. Man sei deswegen aber noch in enger Abstimmung mit der deutschen Botschaft in Mexiko. In puncto Hilfeleistungen warte Berlin auf eventuelle Anfragen der mexikanischen Regierung.

Auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz zeigte sich schockiert.

Türkei bietet Mexiko nach Erdbeben Unterstützung an

Die Türkei sei bereit, Mexiko bei Bedarf „mit allen möglichen Mitteln Unterstützung zu bieten“, teilte das Außenministerium in Ankara am Mittwoch mit. Man teile das Leid des mexikanischen Volkes und drücke den Angehörigen der Opfer Beileid aus. Auch die Türkei ist immer wieder von schweren Erdbeben betroffen. 1999 kostete ein Beben in der Region um Izmit östlich der Millionenmetropole Istanbul mehr als 17.000 Menschen das Leben.

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