Moderator von „Aktenzeichen XY…ungelöst“ : Rudi Cerne: „Der Fall Maddie hat mich sehr bewegt“

Rudi Cerne moderiert seit 2002 die Sendung „Aktenzeichen XY…ungelöst“.
Rudi Cerne moderiert seit 2002 die Sendung „Aktenzeichen XY…ungelöst“.

ZDF-Moderator Rudi Cerne berichtet, warum ihm die Schicksale von Kindern und Senioren besonders am Herzen liegen.

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06. August 2020, 14:22 Uhr

Osnabrück | Herr Cerne, verraten Sie mir, wer das auf den Fotos hinter Ihnen an der Wand ist?

(Zeigt mit dem Laptop die Bilder.) Das hier ist Jochen Rindt, der Held meiner Jugend. Da oben, das bin ich bei den Olympischen Spielen 1984 in Sarajevo, als ich Vierter geworden bin. Das nächste Bild ist ein Kellner auf Schlittschuhen in St. Moritz oder Davos, ein Cover des „Life“-Magazins. Und das hier ist ein Paar auf Rollschuhen in Paris. Dann der Formel-1-Pilot Jim Clark, und das ist der Le-Mans-Sieger Hans Herrmann in einem Porsche.

Sie sind offenbar Motorsportfan.

Ich war es mal. Wie gesagt, Jochen Rindt war mein Held, aber auch Joakim Bonnier, Jim Clark und Graham Hill, das waren richtig elegante Männer, die habe ich bewundert. Aber als Jochen Rindt vor 50 Jahren tödlich verunglückte, hatte ich die Nase voll von Autorennen, das hat mich sehr berührt damals.

Cool: Rennfahrer Jochen Rindt war der Jugendheld von Rudi Cerne.
picture alliance / dpa
Cool: Rennfahrer Jochen Rindt war der Jugendheld von Rudi Cerne.


Ihr Sommer ist ein bisschen anders verlaufen als gedacht – normalerweise wären Sie jetzt noch bei den Olympischen Spielen in Tokio, um fürs ZDF zu berichten.

Ja, am 20. Juli wäre ich hingeflogen und am 9. August zurück. Und ich hatte mich wirklich gefreut.

Worauf besonders?

Auf Überraschungen. So wie bei den letzten Spielen in Rio, als Lisa Unruh aus Berlin im Endkampf beim Bogenschießen war, als erste deutsche Bogenschützin überhaupt eine Silbermedaille gewann und acht Millionen Zuschauer vor den Fernsehern saßen. Natürlich dreht sich vieles um die Kernsportarten Leichtathletik und Schwimmen, aber das Salz in der Suppe sind die Überraschungen, die Vielfalt der Spiele.

Olympia-Team 2012: Rudi Cerne, Katrin Müller-Hohenstein und Michael Steinbrecher (von links) berichteten fürs ZDF. aus London.
dpa/Christian Charisius
Olympia-Team 2012: Rudi Cerne, Katrin Müller-Hohenstein und Michael Steinbrecher (von links) berichteten fürs ZDF. aus London.


Haben Sie sich über die entgangenen Olympischen Spiele hinweggetröstet? Vielleicht mit einer anderen Reise?

Nein, wir bleiben zu Hause. Ich bin ja ein Fan von Fuerteventura, bin da relativ häufig und hatte eigentlich geplant, in diesem Jahr noch häufiger dahin zu reisen – immer in den Pausen, wenn mal gerade nichts zu arbeiten ist. Aber darauf verzichte ich jetzt, das wäre mir noch zu brenzlig und riskant. Ich möchte mir einfach keine Quarantäne leisten müssen, weil unsere Regelsendungen ja weiterlaufen. Ich moderiere im August dreimal die „ZDF Sportreportage“, am 12. August stehe ich für „Aktenzeichen XY“ im Studio, und im September stehen Aufzeichnungen für „Vorsicht, Falle!“ an. Es ist viel zu tun, vielleicht sogar mehr als vor Corona.

Apropos Corona – mussten Sie wegen der ganzen Drehstopps nicht fürchten, keine Einspielfilme mehr für „Aktenzeichen XY“ produzieren zu können?

Es war zwischenzeitlich eng geworden, aber jetzt können die Produktionsfirmen ja mit entsprechenden Abständen und Hygienekontrolleuren wieder drehen. Wir zeigten in der vorletzten Ausgabe auch schon Einspielfilme, die während der Corona-Zeit gedreht wurden. Wenn die Ermittler vor der Haustür stehen, dann stehen sie jetzt eben weiter auseinander, es gibt keine Kontakte mehr, und es wird noch mehr fürs Kopfkino produziert, als es vorher schon geschehen ist. Auch im Studio achten wir genau auf die Einhaltung der Hygienevorschriften. Am Anfang war es so, dass die Ermittler nur noch zugeschaltet wurden, das hat der Sache keinen großen Abbruch getan. Und jetzt sind wir nur in einer Mini-Besetzung im Studio. Wo früher acht LKA-Mitarbeiter saßen, sitzen jetzt halt nur noch vier.

Die Schauspieler in Ihren Einspielfilmen sind weitgehend unbekannt – wo rekrutieren die Produktionsfirmen die eigentlich?

Im Raum München gibt es eine Vielzahl von exzellenten Schauspielern, die auch gerne auftreten. Die Produktionsfirma verfügt über ein großes Archiv von Schauspielern, die vom Gesicht und Auftreten her ja passend sein müssen zu den Protagonisten. Selbst die Kommissare staunen immer wieder, wie ähnlich die Schauspieler den Tätern sind, die jetzt per Phantombild oder Fahndungsfoto gesucht werden.

Mit der Mütze des Zeichentrick-Detektivs Nick Knatterton aus den 1950er Jahren zeichnete der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) 2019 Rudi Cerne aus.
dpa/Sina Schuldt
Mit der Mütze des Zeichentrick-Detektivs Nick Knatterton aus den 1950er Jahren zeichnete der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) 2019 Rudi Cerne aus.


Birgt das für den jeweiligen Schauspieler nicht das Risiko, mit einem Verbrecher verwechselt zu werden?

Das ist sogar schon mal vorgekommen. Da ging’s um jemanden mit einer wilden Perücke und einem ganz bizarren Auftreten als Juwelendieb. Ein paar Wochen nach unserer Sendung ist er von einem Passanten in der Stuttgarter Innenstadt erkannt worden, der gleich einen Polizisten informierte, um ihn zu informieren, dass dieser Mann bei „Aktenzeichen XY“ gesucht werde. Dann wurden seine Personalien aufgenommen – und in dem Moment war’s auch gegessen.

So eine Erfahrung haben Sie ja auch mal gemacht, als Sie mit dem Terroristen Christian Klar verwechselt wurden.

(Lacht.) Ja, und deshalb weiß ich auch, dass man in einer solchen Situation am besten ganz besonnen reagiert. Die Polizisten sagten damals zu mir: „Nehmen Sie die Hände hoch – umdrehen – an die Wand.“ Da ging mir schon die Düse, aber es hat sich alles ganz reibungslos und geschmeidig aufgeklärt. Wenn man den Polizisten, die zurzeit von vielen Menschen unverständlich aggressiv angegangen werden, einfach nur Folge leistet, kann eigentlich nichts passieren. Das sind nämlich die Guten, die helfen und schützen uns.

Sie moderieren „Aktenzeichen XY“ mittlerweile seit 18 Jahren. Hat sich in dieser Zeit Ihr persönliches Sicherheitsbewusstsein verändert?

Ich bin nicht ängstlich, aber ich war immer schon ein vorsichtiger Mensch. Und ich bin durch diese Sendung bestätigt worden. Worauf mich gleich ein Kommissar aufmerksam gemacht hat, ist ein Angebot der Polizei, dass sich ein Experte Ihr Haus oder Ihre Wohnung unter Sicherheitsaspekten ansieht und Ihnen Ratschläge gibt. Das haben wir auch gleich gemacht und einiges davon umgesetzt. In vielen Bundesländern ist dieser Präventionsservice der Polizei kostenlos.

Gibt es auch Situationen, in denen Sie heute vorsichtiger sind als früher?

Eine gewisse Grundvorsicht hatte ich immer schon. Wenn mir eine Gruppe entgegenkommt, die deutlich angeheitert ist und auf den ersten Blick auch ein gewisses Aggressionspotenzial haben könnte, dann wechsle ich die Straßenseite.

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dpa/Annette Riedl


Viele Polizisten nehmen ihre Fälle mit nach Hause, beschäftigen sich auch nach Dienstschluss damit. Geht Ihnen das auch so, wenn Sie sich in der Vorbereitung auf eine Sendung mit diversen Schwerverbrechen auseinandergesetzt haben?

Ich kann nach einer Sendung gut schlafen. Das ist ein 90-minütiger Live-Auftritt, davor bin ich unruhig wie vor einer wichtigen Kür, und danach bin ich auch durchgenudelt. Aber so eine Sendung hängt man nicht einfach wie einen Anzug in den Schrank. Natürlich gibt es immer wieder Fälle, die mich stark beschäftigen, vor allem wenn Kinder die Opfer sind. Wenn in der Sondersendung „Wo ist mein Kind?“ Angehörige im Studio auftreten, denen man die extreme Verzweiflung anmerkt und für die wir große Hoffnungsträger sind, ist das eine besonders emotionale Situation. Wie beim Fall Maddie McCann, deren Eltern ich persönlich kennengelernt habe. Das war sehr bewegend.

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Wovon träumen Sie denn, wenn nicht von Kriminalfällen?

Ziemlich regelmäßig, etwa einmal im Quartal, träume ich von einer missratenen Kür. Dann stehe ich in meinem gesetzten Alter mit drei, vier Kilo zu viel auf dem Eis und kann überhaupt nicht mit diesen jungen Hüpfern mithalten. Gott sei Dank wache ich dann immer auf, bevor die schwierigen Sprünge kommen.

Als Junge aus dem Ruhrgebiet waren Sie als Eiskunstläufer vermutlich ein Exot unter ihren Mitschülern, oder?

Die Menschen im Ruhrgebiet sind wesentlich aufgeschlossener, als man glaubt. Ich musste in der Schulklasse auch mal vormachen, wie ein Rittberger oder ein Axel funktioniert, das fanden die ganz toll. Als ich elf war, bin ich deutscher Juniorensieger geworden, da gab’s ein Foto auf der Titelseite der „WAZ“, einen großen Bericht in der „Bild“, und für die „Sportschau“ hat der legendäre Hans-Joachim Rauschenbach berichtet. Da war ich so etwas wie ein kleiner Star (lacht).

Hat sich für Sie denn trotzdem auch die Frage „Schalke oder Dortmund?“ gestellt?

Wanne-Eickel ist ja Schalke-Land, deshalb bin schon mit Königsblau groß geworden. Nichtsdestotrotz ist Reinhard Rauball ein guter Freund von mir – und als ich 1978 Deutscher Meister war und in Dortmund trainierte, sollte ich für eine PR-Aktion im Westfalenstadion einen Anstoß zu einem Spiel der Borussia machen. Da stand ich mit Reinhard Rauball, damals jüngster Präsident der Bundesliga, gemeinsam auf dem Rasen. Seitdem sind wir uns immer wieder begegnet.

Wer den dreifachen Lutz springt, hätte doch eigentlich auch das Zeug zum Kopfballungeheuer.

(Lacht.) Dafür wäre der Axel noch besser. Ich konnte in der reformierten Oberstufe damals Sport als viertes Abiturfach wählen, da hatte ich Turnen und Fußball und habe beides mit zwei plus abgeschlossen, obwohl ich am Reck aussah wie ein nasser Sack. Beim Fußball wollte ich immer Hans Tilkowski sein, der legendäre Torwart der deutschen Mannschaft aus dem WM-Finale 1966 in Wembley. Und deshalb hab ich mir auf diesen Schlackeplätzen damals ein paar Mal ziemlich heftige Schürfwunden geholt. Aber das gehörte einfach dazu – man ist dann nach Hause, die Wunde wurde mit Wasser gereinigt, und dann kam Jod drauf.

In Ihnen steckt also ein Torwart?

Nicht wirklich, aber als ich später Hans Tilkowski kennenlernte und er mir gleich das Du anbot, war das ein erhebendes Gefühl, klasse. Er kommt ja auch aus Herne, und irgendwann rief er mich an und sagte: Hör mal, Rudi, wir haben da eine Benefiz-Veranstaltung im Casino Hohensyburg, da spielen die Dortmunder Philharmoniker zugunsten einer Kinderkrebsklinik. Die drei Ehrenspielführer der Nationalmannschaft sind auch da – Franz Beckenbauer, Uwe Seeler und Fritz Walter. Kannst du das moderieren?

Haben Sie?

Natürlich. Allein bei den drei Namen kriegte ich schon feuchte Hände und einen trockenen Mund. Wir haben uns dann im Foyer getroffen. Seeler und Beckenbauer sind ja sehr umgänglich, ich kannte sie schon. Dann sprach ich Fritz Walter an, Jahrgang 1920 wie mein Vater. „Herr Walter, ich freu mich sehr, dass ich Sie kennenlerne.“ Antwort: „Du Rudi, ich bin der Fritz.“ Und dann sagte er zu mir: „Kann ich mich bei dir einhaken? Ich kann nicht mehr so schnell.“ Und dann bin ich mit dem großen, legendären Fritz Walter am Arm durch dieses lange Foyer – und hab dabei wackelige Knie gehabt. Ein unvergessliches Ereignis.

Mit Eiskunstlauf haben Sie heute nicht mehr so viel am Hut – Sie haben ja sogar mal gesagt, Eis würden Sie nicht mal mehr im Hörnchen mögen.

Nee, nicht wirklich. Ich verfolge es zwar so gut es geht und freue mich auch, wenn mal jemand eine tolle Kür läuft. Aber diese ganze Entwicklung dahin, dass jeder Schritt bewertet wird, gefällt mir nicht. Die haben ja kaum noch Zeit, mal vernünftig rückwärtszulaufen, sondern müssen dabei schon wieder irgendwelche Figuren machen. Alles ist vollgepackt mit Drehungen und Schrittkombinationen, das ist mir einfach zu überfrachtet. Eiskunstlauf sollte ja auch mit Schönheit und Eleganz zu tun haben.

Nach seiner Amateur-Karriere lief Cerne von 1984 bis 1988 fuer die Show Holiday on Ice.
imago images/Sven Simon
Nach seiner Amateur-Karriere lief Cerne von 1984 bis 1988 fuer die Show Holiday on Ice.


Wenn Sie morgens die Zeitung lesen – zuerst den Sport oder lieber die Seite mit Mord und Totschlag?

Zuerst den Sport. Früher habe ich die Seiten, auf denen es um Kriminalität geht, überhaupt nicht gelesen. Heute bemerke ich, dass die Inhalte immer größer werden. Ab und zu fallen mir auch Themen auf, die etwas für unsere Sendung sein könnten. Noch vor der Zeitungslektüre bin ich allerdings auf den Holzklotzmörder gekommen, als vor über zehn Jahren ein Mann im Rausch einen Holzklotz von einer Autobahnbrücke bei Oldenburg geworfen hat, der dann auf der Beifahrerseite eines Autos eine Frau tötete. Das habe ich beim Bezahlen meiner Tankrechnung in einer Autobahntankstelle im Fernseher gesehen und gleich in der Redaktion angerufen. Aber die waren auch schon durch die Polizei auf den Fall aufmerksam gemacht geworden.

Mittlerweile wird ja die Wiederaufnahme von Mordprozessen trotz eines rechtskräftigen Freispruchs diskutiert, wenn es neue Beweise gibt, die den Täter eindeutig überführen. Was halten Sie davon?

Wenn jemand zweifelsfrei eine Tat begangen hat, dann sollte er dafür auch belangt werden. Ganz gleich, ob er vorher schon mal von diesem Mordvorwurf freigesprochen wurde oder nicht. Ich habe in den letzten 18 Jahren ja mitbekommen, wie sehr sich die DNA-Analysetechnik verbessert hat. Am Anfang hieß es noch, man brauche schon ein Haar mit einer Wurzel – heute reicht eine einzelne Hautschuppe, um zweifelsfrei eine Spur herzustellen.

Nicht so spektakulär, aber mittlerweile alltäglich sind Verbrechen, deren Opfer Senioren sind, die um ihr Erspartes gebracht werden sollen. Enkeltrick und falsche Polizisten haben Hochkonjunktur.

Ich will das Wort kreativ nicht strapazieren, weil es ja eigentlich sehr positiv behaftet ist, aber da sieht man, was Gangster, Gauner und Ganoven sich alles einfallen lassen, um andere Leute um ihr Geld zu bringen. Da hilft eigentlich nur eins: Aufklären, aufklären, aufklären. Man muss niemandem, den man nicht kennt, die Tür aufmachen. Man kann seinen Vornamen oder gleich den ganzen Eintrag aus dem Telefonbuch löschen lassen. Man kann sich mit vielen kleinen Maßnahmen wappnen. Es wird nicht lange dauern, dann gibt es noch viel mehr alte Menschen, die zur Zielscheibe von solchen Verbrechern werden.

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dpa/Ursula Düren


Müsste man nicht auch die Banken stärker dafür sensibilisieren, dass etwas faul sein könnte, wenn ein Senior plötzlich einen hohen Geldbetrag abheben will?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Banken das schon heute machen und die alten Leute fragen: Sind Sie sich sicher? Lassen Sie das besser. Aber wenn jemand im festen Glauben kommt, der Banker sei der eigentliche Verbrecher, dann hilft auch das nichts. Vielleicht sollte man als Angehöriger, wenn man eine Vollmacht hat, mit der Bank sprechen und darum bitten, informiert zu werden, wenn der Vater oder die Mutter eine hohe Summe abheben will. Und darüber sprechen, welche Vorsichtsmaßnahmen man noch treffen kann.


Rudi Cerne

wird am 26. September 1958 in Wanne-Eickel als jüngster Sohn einer Hausfrau und eines Malermeisters geboren. In Herne geht er zur Schule, wiederholt zwei Klassen und macht sein Abitur – ein Studium der Fächer Sport und Biologie bricht er ab.
Schon mit fünf Jahren bringt ihn der kriegsversehrte Vater zum Eiskunstlauf, Cerne steigt als Jugendlicher in die deutsche Spitze auf. 1978 wird er zum ersten Mal Deutscher Meister, zwei Jahre später holt er sich den Titel erneut. Seinen größten internationalen Erfolg feiert er 1984 mit dem zweiten Platz bei den Europameisterschaften. Olympisches Edelmetall bleibt ihm jedoch verwehrt: 1984 wird er Olympia-Vierter.
Nach seiner aktiven Laufbahn ist Cerne vier Jahre lang als Profiläufer mit der Revue „Holiday on Ice“ auf Tournee, bevor er sich dem Sportjournalismus zuwendet. Nach Stationen beim Westdeutschen und Hessischen Rundfunk landet er 1996 beim ZDF und übernimmt drei Jahre später die Moderation des „Aktuellen Sportstudios“, das er bis Januar 2006 im Wechsel mit Kollegen präsentiert. Seit Anfang 2002 ist Cerne als Moderator des ZDF-Klassikers „Aktenzeichen XY...ungelöst“ und diverser Ableger wie „Vorsicht, Falle!“ zu sehen, zudem in diversen Sportsendungen des Zweiten.
1987 heiratet Cerne seine Jugendfreundin Christine Gebauer, im Herbst 1990 wird Tochter Elisabeth geboren. Die Familie lebt seit Jahren im hessischen Rodenbach bei Hanau.


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