Taikonaut : Von Neubrandenburg über China zum Mond

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Chinesischer Raumfahrer Chen Dong war der Stargast bei den „Tagen der Raumfahrt“.

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20. November 2017, 12:00 Uhr

Die chinesische Raumfahrtbehörde will stärker mit Russland und den Europäern zusammenarbeiten. Das hat ein Sprecher der chinesischen Raumfahrtbehörden bei der 33. „Tage der Raumfahrt“ in Neubrandenburg bekräftigt. „Die Chinesen bedauerten zugleich, dass diesmal kein Vertreter der europäischen Raumfahrtbehörde ESA nach Neubrandenburg gekommen ist“, sagte der Organisator der traditionellen Raumfahrtveranstaltung, Uwe Schmaling.

Zu der Tagung vom 16. bis 19. November waren der chinesische Taikonaut Chen Dong, der 2016 im All war, und Gan Yong als Leiter des „Astronauts Research and Training Center Beijing (Raumfahrtforschungs- und Trainingszentrum Peking)“ angereist. Es war nach einer Visite 2012 bei der Internationalen Luftausstellung in Berlin der zweite Besuch eines chinesischen Raumfahrers in Deutschland.

Bei dem Besuch ging es auch um Pläne der Chinesen, 2019 mit einem unbemannten Flugkörper auf die Rückseite des Mondes zu fliegen, erläuterte Schmaling, der auch das Raumfahrtmagazin „raumfahrt concret“ herausgibt. Im Gegensatz zu den Amerikanern, die auch 2019 einen unbemannten Mondflug starten wollen, hätten die Chinesen aber noch keinen bemannten Flug dorthin angekündigt. „Bei den Chinesen geht es immer Schritt für Schritt vorwärts“, erklärte Schmaling.

Die „Tage der Raumfahrt“ werden in Neubrandenburg zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) organisiert. Das DLR hat in Neustrelitz eine größere Außenstelle, in der Satellitendaten in großem Stil empfangen und ausgewertet werden. Zur Tagung kam auch ein Vertreter des Bremer Raumfahrtkonzerns OHB.

Am Freitag hatte Burg Stargards Bürgermeister Tilo Lorenz (CDU) zusammen mit den Chinesen im Zentrum der Kleinstadt eine Gedenktafel für den Astronomen Carl Ludwig Christian Rümker (1788-1862) enthüllt.

Nach dem Wissenschaftler wurde 1935 ein Vulkanberg auf dem Mond „Mons Rümker“ benannt. Der Astronom wurde in Burg Stargard bei Neubrandenburg geboren, wo er aufwuchs. Später war Rümker Leiter der Sternwarte Hamburg, die danach auch sein Sohn leitete.

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