Analyse der Barmer : Krankenkasse befürchtet: Impflücken bei Kindern größer als gedacht

Eine Analyse der Barmer legt nahe, dass nicht so viele Kinder geimpft sind wie angenommen.
Eine Analyse der Barmer legt nahe, dass nicht so viele Kinder geimpft sind wie angenommen.

Trotz steigender Impfquoten könnten deutlich mehr Kinder nicht ausreichend geimpft sein als bisher angenommen.

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08. August 2019, 07:42 Uhr

Berlin | Nach einer Analyse der Krankenkasse Barmer könnten Impflücken in Deutschland größer sein als bisher gedacht. So war unter den Barmer-Versicherten mehr als jedes fünfte Kind, das 2015 geboren wurde, in den ersten beiden Lebensjahren nicht oder nur unvollständig gegen Masern geimpft. Die Durchimpfungsrate - also der Anteil der Kinder, die die zwei vorgesehenen Masernimpfungen bekommen hatten - lag lediglich bei 78,9 Prozent. Auch bei älteren Kindern lag die Quote bei Barmer-Versicherten unter 90 Prozent. Damit gebe es trotz steigender Impfquoten weiter deutliche Impflücken, teilte die Kasse mit.

Weiterlesen: Kabinett beschließt Impfpflicht gegen Masern – Das droht bei einem Verstoß

Rund neun Prozent der Schulanfänger ohne Impfausweis

Um die gesamte Bevölkerung zu schützen, müssen die Impfquoten bei Masern über 95 Prozent liegen. Nach den Daten der Schuleingangsuntersuchungen beim Robert Koch-Institut wird diese Quote bei der ersten Masernimpfung mit rund 97 Prozent erfüllt. Bei der zweiten Masernimpfung sind es fast 93 Prozent. Allerdings hatten rund neun Prozent der Schulanfänger keine Impfausweise. Ihr Impfstatus konnte nicht ermittelt werden. Das könnte auch die Differenz zu den Barmer-Zahlen erklären. Das RKI weist in Analysen selbst darauf hin, dass die von ihm angegebenen Impfquoten vermutlich etwas zu hoch sind.

Für ihre Analyse hat die Kasse den Impfstatus von mehr als 45.000 bei ihr versicherten Kinder aus Abrechnungen überprüft.

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