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Wissenschaft

21. August 2017 | 21:50 Uhr

Das große Bibbern

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In den USA macht eine extreme Kältewelle den Menschen schwer zu schaffen

Eine extreme Kältewelle hat die USA fest im Griff. Im Mittleren Westen und im Norden des Landes messen die Menschen Temperaturen zwischen Minus 20 und Minus 30 Grad. Wie entsteht dieses Wetterphänomen und wie sind die Auswirkungen auf das Wetter in Deutschland – hier Fragen und Antworten:

Wie kommt es zu dieser

Kältewelle?

Ein Hochdruckgebiet im Westen der USA stößt momentan auf ein Tiefdruckgebiet über dem Osten des Landes, wie Marcus Beyer vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach erklärt. Hochdruckgebiete werden im Uhrzeigersinn umströmt, Tiefdruckgebiete in der entgegengesetzten Richtung. „Dazwischen stellt sich eine nördliche Strömung ein, die die Polarluftmassen direkt vom Nordpol nach Süden führt.“

Eine Besonderheit besteht zusätzlich darin, dass die Polarluft zwischen Nordpol und den USA über große Landmassen strömt und nicht – wie es in Europa der Fall wäre – über Wasser.

Sind solche Kältewellen

normal?

Gerade wegen der Tatsache, dass die Polarluft über Landmassen in die USA strömt und nicht über Wasser, seien Kältewellen dort nicht ungewöhnlich. Allerdings ist die Heftigkeit dieses Kaltluftausbruchs aktuell schon recht außergewöhnlich.

Wie sind die weiteren

Aussichten für die USA?

Erst einmal behält die Kälte große Teile der USA in ihrem Griff. Durch den Wind fühlt sich die Temperatur noch viel kälter an, als sie eigentlich ist. In Teilen des Landes kommen kräftige Schneefälle dazu. „Das ist schon eine sehr angespannte Situation. Das ganze Gebiet wird sich dann im Laufe der nächsten Tage weiter nach Osten verlagern.“ Dann muss auch die Ostküste der USA bibbern.

Schwappt die Kälte dann

zu uns rüber?

Im Gegenteil. Der Kaltluftstrom bewege sich weiter nach Osten bis zum westlichen Atlantik. „Damit verstärken sich die Gegensätze zwischen den warmen und kalten Luftmassen über dem Atlantik.“ Gute Voraussetzungen dafür, dass sich über dem Atlantik kräftige Tiefdruckgebiete entwickeln. „So werden sehr warme Luftmassen zu uns geschaufelt“, sagt Meyer

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erstellt am 07.Jan.2014 | 00:34 Uhr

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