Erkennen von Superspreading-Events : Virologe Drosten: Warum eine zweite Corona-Welle abgewendet werden könnte

Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité sieht Chancen, eine zweite tödliche Infektionswelle durch das Coronavirus in Deutschland abzuwenden.
Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité sieht Chancen, eine zweite tödliche Infektionswelle durch das Coronavirus in Deutschland abzuwenden.

Laut Drosten gibt es eine Chance, auch ohne Corona-Impfung glimpflich durch den Herbst und Winter zu kommen.

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29. Mai 2020, 08:10 Uhr

Berlin | Eine heftige zweite Corona-Welle könnte nach Einschätzung des Virologen Christian Drosten abgewendet werden. Er glaube so langsam, dass es eine Chance gebe, ohne Impfung glimpflich in Herbst und Winter zu kommen, "sprich: ohne eine tödliche neue zweite Welle", sagte der Wissenschaftler von der Berliner Charité am Donnerstag im NDR-Podcast. Dafür sei es nötig, bei den jetzigen Maßnahmen nachzujustieren.

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Vorbild Japan: Frühzeitiges Erkennen von Superspreading-Events

Abzielen solle man dabei nach dem Vorbild Japans stark auf das frühe Erkennen sogenannter Superspreading-Events: Fälle, in denen ein Infizierter überdurchschnittlich viele weitere Menschen ansteckt. Kontaktpersonen sollten dann ohne vorherige Diagnostik als infiziert betrachtet und isoliert werden, um weitere Ansteckungen zu verhindern.

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Bei Infektionen von Lehrern nicht die ganze Schule schließen

Zeige sich zum Beispiel eine Infektion bei einem Lehrer, schaue man sich an, welche Klassen er zuletzt unterrichtete – diese Schüler müssten dann ein oder zwei Wochen zu Hause bleiben, aber man müsse nicht die ganze Schule schließen, so Drosten. Japans Infektionskurve "krieche" nach unten, lange habe man dort aber nicht offensiv die Strategie kommuniziert.

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Drosten betonte, auch viele der derzeit in Deutschland bereits geltenden Maßnahmen verhinderten mögliche Superspreading-Events. Angenommen werde inzwischen, dass der Großteil der Infizierten nur sehr wenige oder keine anderen Menschen anstecke.

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