"Für pulsierende Nächte" : Tipp der Barmer-Krankenkasse: Masturbation als Einschlafhilfe

Die Barmer-Krankenkasse empfiehlt Selbstbefriedigung – und wird dafür auf Facebook gefeiert.
Die Barmer-Krankenkasse empfiehlt Selbstbefriedigung – und wird dafür auf Facebook gefeiert.

Wenn nachts so gar keine Müdigkeit aufkommen will, weiß eine der größten Krankenkassen Deutschlands Rat.

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26. Juli 2019, 10:28 Uhr

Wuppertal | Mit einer Masturbations-Empfehlung hat die Krankenkasse Barmer viel Aufmerksamkeit im Netz erzeugt. "Für pulsierende Nächte", heißt es im Facebook-Auftritt der Ersatzkasse, die mit rund neun Millionen Versicherten zu den größten Krankenkassen Deutschlands zählt.

Ein Foto zeigt ein Sex-Spielzeug, das Frauen zur Selbstbefriedigung dienen soll. "Wenn du mal wieder nicht schlafen kannst, dann leg einfach mal selbst Hand an oder hol dir ein Spielzeug dazu, dann kommt der Schlaf ganz von alleine", heißt es dazu im Text.

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Es gibt immer noch Themen, die gerne verschwiegen werden, obwohl sie die allermeisten Menschen betreffen. Daniel Freudenreich, Barmer-Krankenkasse

Barmer-Sprecher Daniel Freudenreich bestätigte, dass es sich nicht um einen Fake handelt: "Es gibt immer noch Themen, die gerne verschwiegen werden, obwohl sie die allermeisten Menschen betreffen. Mit unserem Eintrag auf Facebook wollten wir mit einem Augenzwinkern auf eines dieser Themen hinweisen."

Das Social-Media-Team der Barmer beantwortete derweil Fragen zur Kostenübernahme für das gezeigte Sex-Spielzeug: "Bei der Anschaffung und Durchführung können wir nicht behilflich sein. Von uns kommt nur der Gesundheitstipp."

Schläfrig nach dem Höhepunkt

Dass an dem Tipp etwas Wahres dran ist, zeigen Forschungsergebnisse. Demnach werden bei einem Orgasmus Hormone ausgeschüttet, die Angst und Nervosität mindern. Man fühlt sich entspannt und kann schneller einschlafen. Sex kann den gleichen Effekt haben. Allerdings kommen viele Frauen dabei seltener zum Höhepunkt als Männer, weshalb Masturbation für den Einschlafeffekt zuverlässiger ist.

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