Hilfreiche Tipps : So reduzieren Sie Verpackungsmüll im Alltag

Die Deutschen verursachen so viel Verpackungsmüll, wie nie zuvor. Mit diesen Tipps verhindern Sie überflüssige Müllberge.
Die Deutschen verursachen so viel Verpackungsmüll, wie nie zuvor. Mit diesen Tipps verhindern Sie überflüssige Müllberge.

Mit diesen wertvollen Tipps für den Alltag vermeiden Sie überflüssigen Verpackungsmüll.

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18. November 2019, 12:31 Uhr

Berlin | Der Verpackungsabfall in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht. Und tatsächlich begegnet Verbrauchern Verpackungsmüll überall im Alltag. Dabei ist es gar nicht schwer, diesen Müll zumindest etwas zu reduzieren – bei Lebensmitteln, im Haushalt oder bei der Kleidung.

Lebensmittel einkaufen

Sogenannte Unverpackt-Läden gibt es in immer mehr Städten, sie kommen ganz ohne Verpackung aus. Verbraucher können sich eigene Gefäße und Gläser zum Abfüllen von Nudeln, Müsli oder Milch mitbringen. Doch auch ohne solche Läden lässt sich viel Verpackungsmüll sparen: Obst und Gemüse lieber lose kaufen und in mitgebrachte Netze stecken, Brot lieber beim Bäcker kaufen, Joghurt und Milch besser in Gläsern und Flaschen als in kleinen Plastikbechern. Viele Käse- und Wursttheken akzeptieren außerdem mittlerweile mitgebrachte Behälter.

Einblick in einen 'Unverpackt'-Laden in Dresden. Foto: dpa/Arno Burgi
picture alliance / dpa
Einblick in einen "Unverpackt"-Laden in Dresden. Foto: dpa/Arno Burgi

Bei Getränken empfehlen sich Mehrwegflaschen, bei Wasser tun es oft das Leitungswasser und ein Sprudler, das spart auch das Schleppen. Vermieden werden sollten to-go-Artikel wie abgepackte Salate sowie Fertigprodukte, auch Konservendosen produzieren viel Verpackungsmüll, hier sind Gläser die bessere Alternative.

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Problematisch sind auch mehrfach verpackte Süßigkeiten und kleine Einzelportionen, dann lieber zur großen Fruchtgummitüte greifen. Alle Einkäufe sollten dann am besten in mitgebrachten Taschen oder Stoffbeuteln verstaut werden.

Körperhygiene und Reinigungsmittel

Eine gute Alternative zu Duschgeltuben und Shampooflaschen sind lose Seifen, selbstgemachte Flüssigshampoos oder Haarseifen. Doch nicht alle mögen das, daher sind auch hier Nachfüllpackungen eine Alternative, diese gibt es auch für Handseife, Waschmittel und Spülmittel. Generell gilt: Lieber große Verpackungen kaufen als viele kleine Flaschen. Für die Reise empfehlen sich auffüllbare Behälter. Beim Rasieren können feste Seife und Edelstahlprodukte Plastik ersetzen, bei der Damenhygiene und bei Windeln können Menstruationstassen oder Stoffprodukte eine Alternative sein.

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Viele spezielle Reinigungsprodukte sind nicht nur mit viel Plastikmüll verbunden, sondern sie sind auch umweltschädlich - und oft überflüssig. Hausmittel wie Essigessenz, Zitronensäure und Soda eignen sich zum Entkalken und Putzen, auch Natronpulver und Kernseife sind vielseitig einsetzbar. Für die Geschirrspülmaschine ist Pulver in Pappschachteln besser als einzeln verpackte Tabs.

Haushalt und Kleidung

Auch ringsherum im Haushalt lässt sich viel Plastik reduzieren. Tücher aus Baumwolle oder Bienenwachs ersetzen Plastik- oder Alufolie, Trinkflaschen und Vorratsdosen aus Edelstahl oder Glas halten ebenso gut wie solche aus Plastik. Auch Schneidebretter aus Holz sind umweltfreundlicher und sorgen zudem für eine natürliche Desinfektion. Auch viele Utensilien wie Rührlöffel und Salatbesteck gibt es auch aus Holz oder Edelstahl. Als Mülltüten eignen sich auch gefaltete alte Zeitungen.

Auch Kleidung kann viel Mikroplastik enthalten, das beim Waschen in die Umwelt gelangt. Naturfasern wie Baumwolle, Wolle, Seide, Leinen und Hanf eignen sich besser und sind gut biologisch abbaubar, auch halbsynthetische Fasern wie Viskose und Tencel sind geeignet. Problematisch sind synthetische Kunstfasern wie Polyester, Nylon und Elastan.

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