Rekord-Temperaturen : Hitzewelle: Dieser Monat war so heiß wie noch keiner zuvor

Die Temperaturen im Juli waren die wärmsten, die jemals gemessen wurden.
Die Temperaturen im Juli waren die wärmsten, die jemals gemessen wurden.

Der vergangene Juli war weltweit der heißeste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

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05. August 2019, 13:38 Uhr

Brüssel | Die Temperaturen im Juli 2019 hätten noch knapp über dem bisherigen heißesten Monat Juli 2016 gelegen, teilte der von der EU betriebene Copernicus-Dienst zur Überwachung des Klimawandels am Montag mit. Der Unterschied sei mit 0,04 Grad allerdings sehr gering.

Erst kürzlich hatte Copernicus verkündet, dass die Welt dieses Jahr den heißesten Juni seit Beginn der regelmäßigen Messungen erlebt habe.Im Vergleich zum Durchschnitt aus den Jahren 1981 bis 2010 war der diesjährige Juli 0,56 Grad wärmer. "Damit war er fast 1,2 Grad wärmer als das vom Weltklimarat definierte vorindustrielle Niveau", hieß es. Copernicus ist das Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union, das sich zum Großteil auf Satellitendaten stützt.

Der Klimawandeldienst wies zudem darauf hin, dass das gesamte Jahr 2019 bisher außerordentlich warm gewesen sei. Sämtliche Monate seien in den Copernicus-Daten unter den wärmsten vier der jeweiligen Vergleichsmonate. Der Juni 2019 war der heißeste Juni überhaupt. "Durch den weiteren Ausstoß von Treibhausgasen und den resultierenden Einfluss auf die weltweite Temperatur werden in Zukunft weitere Rekorde gebrochen werden", prognostizierte Jean-Noël Thépaut, Chef des Instituts.

Hitzewelle mit Rekordtemperaturen

Deutschland und weite Teile Europas ächzten unter einer Hitzewelle mit Rekordtemperaturen. Bei einer weiteren Hitzewelle im Folgemonat wurde am 25. Juli in Deutschland die Marke von 42 Grad Celsius geknackt: Im niedersächsischen Lingen wurde mit 42,6 Grad ein landesweiter Rekord aufgestellt.


Die vergangenen vier Jahre waren weltweit die heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter stiegen die Temperaturen weltweit bereits um ein Grad an.

Weiterlesen: Historischer Verlauf seit 1960: Deutlich mehr Hitze als früher

Im Pariser-Klimaabkommen von 2015 hatten sich die Unterzeichnerstaaten darauf verständigt, den Temperaturanstieg auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen.

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