Okjökull : Island trauert um ersten durch den Klimawandel geschmolzenen Gletscher

Der Vatnajökull im gleichnamigen Nationalpark in Island ist der größte Gletscher. Auch er könnte irgendwann verschwunden sein.
Der Vatnajökull im gleichnamigen Nationalpark in Island ist der größte Gletscher. Auch er könnte irgendwann verschwunden sein.

Am Sonntag wird dort, wo einst der Okjökull war, eine Plakette mit dem Titel "Ein Brief an die Zukunft" enthüllt.

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14. August 2019, 15:02 Uhr

Reykjavik | Mit einer Gedenktafel will Island an den ersten isländischen Gletscher erinnern, der dem Klimawandel zum Opfer fiel. Die Plakette solle die Aufmerksamkeit darauf lenken, "was verloren geht, wenn die Gletscher der Erde verschwinden", teilten isländische und US-Wissenschaftler mit. Rund 400 Gletscher auf der subarktischen Insel sind durch die Erderwärmung bedroht.

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1890 umfasste der Okjökull im Westen des Landes noch eine Fläche von 16 Quadratkilometern. 2012 war er einem Bericht der Universität von Island zufolge auf 0,7 Quadratkilometer geschrumpft. 2014 verlor er seinen Gletscher-Status.

"Ein Brief an die Zukunft"

Am 18. August wird die Plakette mit dem Titel "Ein Brief an die Zukunft" offiziell enthüllt. Sie soll ein Bewusstsein für den Rückzug der Gletscher und die Auswirkungen des Klimawandels wecken. "In den nächsten 200 Jahren werden voraussichtlich alle unsere Gletscher diesen Weg gehen. Diese Gedenktafel soll deutlich machen, dass wir wissen, was passiert und was getan werden muss. Nur ihr wisst, ob wir es getan haben", ist darauf zu lesen.

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Auf der Tafel ist zudem die im Mai gemessene CO2-Konzentration von 415 Teilen pro Million (ppm) vermerkt. Dies war der höchste jemals gemessene Kohlendioxid-Gehalt in der Erdatmosphäre.

Weitere Gletscher drohen zu schmelzen

Damit eine Eisfläche als Gletscher gilt, muss "die Masse aus Eis und Schnee so dick sein, dass sie sich durch ihr eigenes Gewicht bewegt", sagte der Geologe Oddur Sigurdsson der Nachrichtenagentur AFP. Dies sei bei etwa 40 bis 50 Metern Dicke der Fall.

Der Vatnajökull im gleichnamigen Nationalpark in Island ist der größte Gletscher Europas. Der Park zählt seit Anfang Juli zum UNESCO-Welterbe. Einer Studie der Weltnaturschutzunion (IUCN) vom April zufolge könnten bis 2100 rund die Hälfte der Welterbestätten ihre Gletscher durch den Klimawandel verlieren.

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