"Bottle Flip Challenge" : Physik-Studenten zeigen: So gelingt der perfekte "Bottle Flip"

Die Challenge 'Bottle Flip' ist nicht leicht. Niederländische Studenten haben das Phänomen nun physikalisch untersucht. Foto: Anne Pollmann/dpa
Die Challenge "Bottle Flip" ist nicht leicht. Niederländische Studenten haben das Phänomen nun physikalisch untersucht. Foto: Anne Pollmann/dpa

"Bottle Flip Challenge": Niederländische Studenten zeigen, wie der perfekte Flaschen-Salto gelingt.

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23. September 2018, 10:13 Uhr

Twente | Für den optimalen "Bottle Flip" sollte eine Flasche je nach Größe zu 20 bis 40 Prozent gefüllt sein. Das haben niederländische Studenten ermittelt, die das Internet-Phänomen physikalisch untersucht haben. Ihre Formel für den optimalen Flaschen-Salto präsentieren die Erstsemester der Universität Twente jetzt im US-Fachblatt "American Journal of Physics", wie die Hochschule mitteilte.

Im Internet veröffentlichten die Studenten ein Video zur "Bottle Flip"-Physik:

Der "Bottle Flip" erfreut sich im Internet großer Beliebtheit: Allein auf dem Video-Portal YouTube finden sich mehr als 400.000 Clips mit entsprechenden Kunststücken. Dabei geht es darum, eine Flasche so durch die Luft zu schleudern, das sie auf ihrem Boden landet und nicht umkippt. Einige Youtuber übertreiben es auf der Suche nach spektakulären "Bottle Flips" auch schon mal.

Füllstatus der Falsche wichtig

Entscheidend für den perfekten Flaschen-Salto ist die richtige Füllmenge. Eine volle Flasche lässt sich nahezu unmöglich sicher auf dem Boden landen, ebenso eine leere. Die Eigenrotation kippt die Flasche um. Bei einer teilweise gefüllten Flasche verteilt sich das Wasser dagegen während des Saltos im Innenraum und reduziert so die Rotationsgeschwindigkeit. Die Rotation ist dabei am langsamsten, wenn die Flasche senkrecht steht, wie die Universität erläutert. Daher hat sie gute Chancen stehenzubleiben, wenn sie senkrecht auf dem Boden landet.

Es gibt viele Internet-Nutzer, die sich an der "Bottle Flip Challenge" versuchen:

Das Kunststück ist eine Frage der sogenannten Drehimpulserhaltung. Der stets konstante Drehimpuls ist mit der Rotationsgeschwindigkeit über das Trägheitsmoment verknüpft. Steigt das Trägheitsmoment, wird die Rotation langsamer und umgekehrt. Das machen sich auch Eiskunstläuferinnen bei einer Pirouette zunutze: Ziehen sie die Arme an, verringern sie damit ihr Trägheitsmoment und drehen sich schneller.

Für den Flaschen-Salto ist das Gewichtsverhältnis zwischen leerer Flasche und Füllung entscheidend. Aus der Arbeit der Niederländer kann jeder die optimale Füllhöhe seiner Flasche berechnen. Bei einer Halbliter-Wasserflasche etwa kommen die Studenten auf eine Füllhöhe von 30 Prozent.

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