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Bahnstreik : Züge stehen eine Woche still

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Die Lokführergewerkschaft GdL hat zum nächsten Streik aufgerufen. Für Bahnkunden im Nordosten wird das Reisen zur Geduldsprobe. Viele Verbindungen fallen aus.

svz.de von
erstellt am 04.Mai.2015 | 09:33 Uhr

Wegen des Bahnstreiks müssen sich Pendler und Zugreisende in Mecklenburg-Vorpommern ab Dienstagfrüh auf erhebliche Behinderungen einstellen. Nach Angaben eines Bahnsprechers fahren nur etwa 20 Prozent aller Nahverkehrszüge. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) rief ihre Mitglieder auf, bis zum Sonntagmorgen um 9.00 Uhr die Arbeit niederzulegen. Sie hält trotz großer Kritik am achten Arbeitskampf der laufenden Tarifrunde fest.

Ein Notfahrplan wurde am Montagnachmittag im Internet veröffentlicht.

Demnach fallen bis auf ein Zugpaar täglich alle Verbindungen zwischen Rostock und Berlin aus. Dasselbe betrifft die Strecke Stralsund-Berlin. Zwischen Rostock, Schwerin und Hamburg sowie zwischen Bergen und Rostock verkehren Busse, die aber nur einen Teil der Züge ersetzen.

Stündlich fahren Züge von Wismar nach Rostock und weiter nach Tessin - dort gibt es fast keine Ausfälle. Dafür ist der Fahrplan zwischen Bad Doberan über Rostock nach Ribnitz-Damgarten-West stark ausgedünnt. In Rostock steht die S-Bahn still. Auf der Linie S2 Rostock-Schwaan- Güstrow werden Ersatzbusse eingesetzt. Komplett lahmgelegt ist die Strecke Bützow-Neubrandenburg.

Der Bahnsprecher appellierte an Reisende, sich im Internet unter www.bahn.de/aktuell oder per Telefon unter der kostenfreien Rufnummer 08000 99 66 33 zu informieren. Die im Ersatzfahrplan ausgewiesenen Züge und Busse verkehrten auf jeden Fall, sagte er.

Nicht vom Streik betroffen sind die Privatbahnen, wie die Odeg und die Usedomer Bäderbahn UBB. Sie fahren planmäßig. Dadurch ist zum Beispiel alle zwei Stunden eine Verbindung von Wismar über Schwerin nach Berlin gewährleistet. Der Bahnstreik soll bis Sonntag dauern.

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