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55-facher Verkaufspreis Teurer Landeswald

Von roth | 30.12.2013, 00:33 Uhr

187 000 Euro für kleine Waldflächen in MV / Landesforstanstalt will Splitterflächen zusammenführen

Unterdessen verbesserte die Landesforstanstalt ihre Einnahmen durch den Verkauf von 60 Liegenschaften. Ehemalige Förstereien, Wohnhäuser und Ställe gingen für insgesamt 3,3 Millionen Euro über den Tisch. Durch den Verkauf solle der Bestand an Gebäuden auf das notwendige und wirtschaftlich tragbare Maß reduziert werden, so die Forstanstalt. Die Erlöse würden ausschließlich für die Instandsetzung der verbleibenden Dienstwohnungen genutzt.

Die Preise für Waldstücke „unterliegen je nach Lage und Beschaffenheit starken Schwankungen“, so das Agrarministerium. Eine Tendenz lasse sich nicht ablesen. Der Wert eines Waldes hängt unter anderem von den Baumarten, dem Alter der Bäume und den Boden ab, auf dem sie stehen. Auch die Lage des Waldes spielt eine Rolle. Nach Ansicht von Kai Nikolaus Jansen, Schatzmeister des Waldbesitzerverbandes Mecklenburg-Vorpommern, hat die Landesforstanstalt gemessen an den Durchschnittspreisen bei Verkäufen wie bei Ankäufen gut verhandelt. Zu einzelnen Verkäufen konnte Jansen nichts sagen, da er sie nicht kennt.

159 Waldstücke hat die Landesforstanstalt seit 2009 für insgesamt 1,7 Millionen Euro vor allem an Privatpersonen verkauft. Das geht aus den Antworten des Agrarministeriums auf zwei Kleine Anfragen im Landtag hervor, die unserer Redaktion vorliegen. Im Durchschnitt mussten diese dafür knapp 7300 Euro pro Hektar bezahlen. Aber auch einige Unternehmen, Straßenbauämter und Kommunen kauften Wald von den landeseigenen Waldbewirtschaftern. Das mit 27 Hektar größte Stück Wald bei Waren ging für einen Hektarpreis von 2000 Euro an einen Privatmann. Der kleinste verkaufte Wald war kaum größer als ein Wohnzimmer im Plattenbau.