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Keine Tarifbindung : Wieder Streik bei Amazon

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der US-Versandhändler lehnt eine Tarifbindung strikt ab – Verdi reagiert

Nach einer mehrmonatigen Ruhepause hat die Gewerkschaft Verdi die Streiks beim US-Versandhändler Amazon wieder aufgenommen. Gestern waren die Beschäftigten des Standorts Leipzig zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Verdi-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago rechnete mit einer Beteiligung von 400 bis 500 Kollegen aus der Früh- und Spätschicht. Amazon nannte keine Zahlen, erklärte jedoch: „Die überwältigende Mehrheit unserer Beschäftigten ist diesem Aufruf nicht gefolgt, sondern hat regulär gearbeitet.“ Es habe „keinerlei Verzögerung“ bei der Zustellung von Paketen gegeben.

Mit dem ersten Streik in diesem Jahr reagierte Verdi nach eigenen Angaben auf Aussagen des Amazon-Managements von vergangener Woche, wonach Tarifverhandlungen weiter strikt abgelehnt werden. Zuletzt hatte Verdi das Weihnachtsgeschäft bei Amazon in Leipzig und im nordhessischen Bad Hersfeld bestreikt. Während Verdi damals von Verzögerungen sprach, hatte Amazon spürbare Auswirkungen des Streiks stets bestritten.

„Sollte Amazon weiter Verhandlungen ablehnen, werden wir deutschland- und europaweit kämpfen“, kündigte Verdi-Sprecher Thomas Schneider gestern in Leipzig an. „Wir werden das so lange fortsetzen, bis es verbindlich geregelte Arbeitsbedingungen gibt“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago.

Amazon hatte vergangene Woche erneut deutlich klar gemacht, dass es keine Verhandlungen geben wird. Die Bezahlung der Mitarbeiter sei mit einem Einstiegsgehalt von 9,55 Euro sowie 10,99 Euro nach zwei Jahren am oberen Ende dessen, was in der Logistik üblich sei, hatte Armin Cossmann, Regionalmanager Nordost, erklärt.

Deutschland ist für Amazon der größte Markt außerhalb der USA, vor Japan und Großbritannien. Das Versandlager in Leipzig hat rund 2000 Beschäftigte.


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erstellt am 01.Apr.2014 | 11:47 Uhr

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