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Staatsanwaltschaft ermittelt : Unternehmen zockt Deutsche Bahn ab

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sicherungsfirmen haben zu viel kassiert

Mit überhöhten Rechnungen soll ein Unternehmer der Deutschen Bahn einen erheblichen finanziellen Schaden zugefügt haben. Der 49 Jahre alte Hauptbeschuldigte soll den Angaben nach seit Jahren für Sicherungsarbeiten auf vielen Baustellen der Bahn mehr Leistungen in Rechnung gestellt haben, als seine Firma mit Sitz in Karlsruhe sowie verschiedene Tochter- und Schwesterfirmen tatsächlich erbrachten. Das teilten Bundespolizei und Staatsanwaltschaft gestern mit.

Der Mann habe dann die betrügerisch erlangten Gewinne aus den Firmen gezogen. Der Hauptverdächtige ist laut Bundespolizei auf freiem Fuß. Ob er sich zu den Vorwürfen äußert, war nach Angaben der Karlsruher Staatsanwaltschaft zunächst unklar. Die Bundespolizei durchsuchte gestern zwölf Objekte in acht Bundesländern. Die rund 300 Ermittler stellten umfangreiche Unterlagen und Speichermedien sicher, die nun ausgewertet werden. Zum Umfang des gesammelten Materials machte ein Sprecher der Bundespolizei keine Angaben.

Auch zur Frage, wie hoch der entstandene Schaden sein könnte, äußerten sich weder die Staatsanwaltschaft, noch die federführende Bundespolizei in Stuttgart. Ein Sprecher betonte: „Das ist aber keine Kleinigkeit.“ Eine Sprecherin der Deutschen Bahn AG machte ebenfalls keine Angaben. Sie erklärte, dass ein jährliches Einkaufsvolumen von mehr als 20 Milliarden Euro unter anderem an 16 000 Lieferanten und Dienstleister gehe.

 

 

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erstellt am 15.Jan.2014 | 00:34 Uhr

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