Spielzeughersteller : Toys R Us steht vor der Insolvenz

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Deutsche Gesellschaft des Spielzeughändlers nicht betroffen

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19. September 2017, 20:00 Uhr

Nun hat es auch „Toys R Us“ erwischt: Der US-Spielzeughändler steht vor der Insolvenz, der Druck aus Internet-Konkurrenz und alten Schulden war zu groß. Die 66 Filialen in Deutschland sollen aber weitermachen wie bisher. Auch im Schweriner „Toys R Us Express“ in der Marienplatz-Galerie bleibt erst einmal alles beim Alten.

Die Kunden aber zeigen sich erschüttert: „Ich hoffe, dass der Laden nicht schließen muss. Das wäre ein großer Verlust, es gibt ja kaum noch Spielzeugläden“, klagte Elisabeth Mönke. Die 72-Jährige war gestern auf der Suche nach einer Puppe für ihre Enkelin – und ist fündig geworden. „Dank der freundlichen Beratung haben wir das passende Modell dann auch gefunden.“ Auch für Peter Münz ist die Nachricht ein Schock. „Für meine Kinder ist das Geschäft ein Paradies. Nicht nur sie wären traurig, wenn wir in Zukunft nicht mehr hier her kommen könnten“, sagte der Vater von zwei Kindern.

Der Mutterkonzern aus Wayne im US-amerikanischen Bundesstaat New Jersey stellte am Montagabend einen Antrag auf Gläubigerschutz. „Toys R Us“ beschäftigt etwa 64 000 Menschen. Weltweit hat die Gruppe mehr als 1600 Filialen, davon haben etwa die Hälfte ihren Sitz in den Vereinigten Staaten. „Die Mehrzahl der Märkte erwirtschaftet weiter Profit und setzt ihren Betrieb fort“, betonte ein Unternehmenssprecher. Die Gesellschaften in Europa, Asien und Australien seien zudem „nicht Teil des derzeit in den USA und Kanada stattfindenden Restrukturierungsprozesses“, hieß es gestern aus der deutschen Zentrale von „Toys R Us“ in Köln. Hierzulande könnten Kunden also wie bisher einkaufen und im Internet bestellen, so der Sprecher.

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