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Staatsanwaltschaft Stuttgart : Schlecker wird angeklagt: War der Bankrott geplant?

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Vier Jahre nach der Insolvenz der Drogeriemarktkette erhebt die Staatsanwaltschaft Stuttgart schwere Vorwürfe.

svz.de von
erstellt am 13.Apr.2016 | 18:24 Uhr

Stuttgart | Anklage gegen den Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker: Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft wirft dem früheren Inhaber des Drogerieimperiums Schlecker vor, er habe vor der Insolvenz des Unternehmens Vermögenswerte beiseitegeschafft – etwa indem er den Luxusurlaub seiner Kinder bezahlt hat.

Die Anklage richtet sich laut Stuttgarter Nachrichten gegen Unternehmensgründer Anton Schlecker, seine Frau Christa und die beiden Kinder Meike und Lars. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart bestätigte die Anklage, wollte sich zu Einzelheiten jedoch nicht äußern. Auch die Verteidiger der Familie kommentierten den Vorgang nicht.

Europas ehemals größte Drogeriekette Schlecker hatte im Januar 2012 Insolvenz angemeldet. Etwa 25.000 Menschen verloren ihren Arbeitsplatz. Die Gläubiger forderten rund eine Milliarde Euro. Das Handelsunternehmen aus Baden-Württemberg hatte zu seinen Bestzeiten rund 9000 Märkte im In- und Ausland.

Nach einem Streit um übertragenes Vermögen aus dem Unternehmen zahlte die Familie Schlecker dem Insolvenzverwalter gut ein Jahr nach der Pleite 10,1 Millionen Euro. Der Versuch eines österreichischen Investors, einen Teil der Filialen mit dem Konzept eines modernen Tante-Emma-Ladens wiederzubeleben, scheiterte 2013.

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