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Konflikte : Saubere Energie - unsauber gemanagt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 13.Jan.2014 | 00:34 Uhr

Einem Unternehmen der Windkraftbranche bläst der Wind kräftig ins Gesicht. Das ist in einem Moment, da sich eine neue Bundesregierung wie auch die Länder anschicken, der Energiewende neuen Schub zu verleihen, fatal. Und dies nicht nur für Schleswig-Holstein. Mecklenburg-Vorpommern ist letztlich genauso betroffen, weil auch hier Unternehmen und Genossenschaften tragfähige Geschäftsmodelle für erneuerbare Energien etablieren möchten.

Ohnehin gerät Windenergie in den Regionen zusehends in Konflikte. Weil die einst als saubere Alternative zur fossilen Brennstoffen gestartete Erzeugungsform enorme Flächen verbraucht, das Landschaftsbild beeinflusst („Verspargelung“), die Standortkommunen oft nur kurzzeitig an Erlösen teilhaben lässt. Die Branche braucht das Vertrauen von Verbrauchern und Anlegern. Sofern wie bei Prokon der Verdacht steht, das Geschäftsmodell ähnele einem „Schneeball-System“, wäre die Geschäftsführung besser beraten, die Vorwürfe oder Zweifel zu widerlegen als eine „Medienkampagne“ als Ursache seiner Krise auszumachen. Die Kieler Verbraucherschützer allerdings müssten für ihren Verdacht ebenso Beweise vorlegen. Bevor Kiels Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) Rettungsversuche startet, sollte er volle Transparenz einfordern. Meyer hat aus seiner Zeit als Staatssekretär in Schwerin einschlägige Erfahrungen mit heiklen Situationen strukturbestimmender Unternehmen.

 

 

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